Basketball-Bundesliga Männer

Sartorius steht zur Förderung der BG Göttingen

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Arme hoch und Klatschen für die Veilchen: Mit einem starken Partner im Rücken hat Basketball-Bundesligist BG Göttingen aktuell einen Zuschauerschnitt von 3219 pro Spiel. 

Basketball und die BG Göttingen ist für Göttingen so wichtig wie Fußball und der FSV 05 für Mainz. Das sagt Dr. Joachim Kreuzburg aus Überzeugung. Deshalb ist für den Vorstandschef der Sartorius AG auch glasklar, dass der global agierende Konzern auch weiterhin und trotz Corona-Krise gegenüber dem lokalen Basketball-Bundesligisten zum gegebenen Wort und Vertrag steht: „Daran gibt es keinen Zweifel“, sagt Kreuzburg im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Wir stellen unsere Unterstützung für die BG auch in der Corona-Krise nicht infrage“, stellt Kreuzburg klar.

Gleichzeitig hoffe man, dass auch die anderen treuen Sponsoren bei der Stange bleiben. „Ich bin da optimistisch, weil viele mit Herzblut dabei sind.“ Herzblut ist auch ein Charakterzug, den Joachim Kreuzburg den BG-Verantwortlichen um Geschäftsführer Frank Meinertshagen zuschreibt. „Es ist ein solider und mit viel Herzblut geführter Verein.“

So ist Sartorius einer von drei Premium-Förderern der BG und per Logo und auf den lilafarbenen und weißen Trikots der „Veilchen“ vertreten, sowie mit – bei TV-Übertragungen – nicht zu übersehenden Bannern in der S-Arena. Diese bietet mit 3447 Plätzen keine Top-Bedingungen für den Basketball-Bundesligisten: „Zu klein“, sagt Kreuzburg. Der denkt größer, hat seitdem er 2003 den Vorstandschef-Posten übernahm, das Unternehmen über eine Kurskorrektur hin zum Komplettausstatter für Bio-Pharma-Unternehmen auf einen Höhenflug führt, den der Chart der Aktie widerspiegelt.

Kreuzburg denkt gerne weiter, auch darüber hinaus, wie sich ein in kleiner Klub in der Basketball-Bundesliga von Saison zu Saison hangelt.

Eine größere Halle hieße mehr Einnahmen, mehr Sicherheit, das Abenteuer Bundesliga dauerhaft stemmen und an glorreiche Europapokal-Zeiten zurückehren zu können. Eine 6000-Zuschauer-Halle mit Unterstützung von Sartorius zu realisieren, das muss für Kreuzburg gedacht werden dürfen. Aber: Seine Vorstellungen stießen in politischen Kreisen nicht nur auf Begeisterung.

Uneigennützig denkt der „Chef“ dabei nicht: Das stetig wachsende Unternehmen benötigt ein positives Umfeld, eine lebenswerte Umgebung. „Was macht eine Stadt wie Göttingen attraktiv?“, fragt Kreuzburg suggestiv und gibt die Antwort: „Viel mehr als nur die Universität, Forschungseinrichtungen, nein, auch Kultur, Freizeitangebote, den Sport. Und in der Außenwirkung im Sport ragt die BG für ihn „absolut heraus“.

Die Bezeichnung „Leuchtturm“ ist treffend in einer Stadt wie Göttingen, wo der Fußball vom Dominator 80er- und 90er-Jahren zum Zwerg geschrumpft ist, wo der Handball nur noch eine Nebenrolle spielt und der Volleyball verharrt. Aber halt: Das Tanzteam, das ist Weltklasse. Aber leider medial unterrepräsentiert.

Bliebe die BG: Sie möchte Kreuzburg – auch für Sartorius – stark halten. Mehr noch: „Idealer wäre es, wenn dieser Klub noch wachsen würde“ – analog zu Sartorius, was er nicht sagt. Denn die BG macht Göttingen bekannt, was im Wettstreit um Fachkräfte auch ein Pluspunkt für Unternehmen vor Ort sein kann. „In Mainz ist das so“, sagt Kreuzburg. Die BG mit dem Logo auf dem Trikot macht auch Sartorius bekannter.

Aber im Vergleich zu Sartorius ist die BG mit einem Jahresumsatz von mehr als drei Millionen Euro und einem Zuschauerschnitt von über 3000 eine kleine Nummer. Für Sartorius gehen täglich mehr als 9000 Menschen zur Arbeit, sie erwirtschaften mehr als eine Milliarde Euro pro „Saison“.

Die Förderung der BG hat Sartorius längerfristig eingebucht. „Das ist auch ein Zeichen des Vertrauens“, sagt Kreuzburg. In Corona-Krisen-Zeiten hören das die BGer gern. „Ich gehe davon aus, dass die BG im nächsten Jahr wieder eine erfolgreiche Bundesliga-Saison spielen kann. Von uns aus gibt es da kein Fragezeichen“, stellt Sportfan Kreuzburg klar. Darauf lässt sich aufbauen, auch in Zeiten, in denen keiner weiß, wie und ob die Saison zu Ende geht. Foto: Sartorius AG-nh

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