Schiri-Kritik von Bayreuth-Coach Korner nach Sieg bei der BG

Ab durch die Mitte: Göttingens Nationalspieler Dominic Lockhart (am Ball) flitzt mit Ball durch die Lücke zwischen Bayreuths Nate Linhart (links) und James Robinson. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Dass Basketball-Bundesligist BG Göttingen gegen Play-off-Kandidat medi Bayreuth kaum Siegchancen haben würde, war eigentlich schon im Vorfeld klar. So war die wohl wichtigste Frage: Wie und auf welche Weise präsentieren sich die Veilchen gegen die Oberfranken, die am Ende mit 93:70 (48:40) siegten und für die siebte BG-Pleite in Folge sorgten.

„Wenn man verliert, ist man nie zufrieden mit dem Ergebnis. Aber meine Mannschaft hat gekämpft“, meinte BG-Trainer Johan Roijakkers. Das stimmt, aber die Mittel, mit denen die Veilchen kämpften, reichen gegen Play-off-Teams eben zurzeit nicht aus. Darius Carter und Brion Rush (Spieler aus der Starting Five) fehlen an allen Ecken und Enden. „Die BG wird noch einiges zu kämpfen haben...“, sagte Bayreuths Coach Raoul Korner vorausblickend.

Fakt ist, dass die BG tatsächlich kämpfte, dem Favoriten hart Paroli bot und sich nie hängen ließ – wichtig auch für den Kopf in den folgenden, nicht minder schweren Partien in Bayreuth, gegen Ulm, in Würzburg und in München.

„Wir haben eine solide erste Halbzeit gespielt“, meinte der erneut herausragende Spielmacher Michael Stockton (18 Punkte). „Aber dann hat Bayreuth das Tempo angezogen.“ Und ist im dritten Viertel nicht zuletzt dank zweier Drei-Punkt-Spiele auf 68:53 weggezogen (27.). Dem hatten die Göttinger nicht mehr wirklich etwas entgegenzusetzen. Und wieder fiel zumindest eine Vorentscheidung im dritten Viertel. „Darauf müssen wir uns besser einstellen“, sagte Stockton. „Ich weiß auch nicht, was da passiert.“

„Die Allstar-Pause tut jetzt gut“, meinte Dennis Kramer, der nach langen Entbehrungen auf 14:12 Minuten Einsatzzeit kam und nicht schwächer agierte als ihm zuletzt vorgezogene Akteure. „Wir müssen die Niederlagen aus dem Kopf kriegen.“

„Zum Glück war unsere Trefferquote besser als die der Schiedsrichter.“

Bemerkenswert wurde die Partie auch noch im Nachlauf. Seit Saisonbeginn dürfen die Trainer sich wieder zu den Schiedsrichtern äußern. Bayreuths österreichischer Coach Korner, der nächsten Samstag auch das „Team International“ beim Allstartag in der Lokhalle coacht, nahm kein Blatt vor den Mund: „Das war keine gute Leistung, sie haben zu viele Fehler gemacht“, betrieb er Schiri-Schelte, wohlgemerkt als Gästetrainer. „Ich will nicht benachteiligt, aber auch nicht bevorteilt werden.“

Das Trio um Hauptreferee Simonow brachte die Fans zwischen der 14. und 20. Minute mit umstrittenen Pfiffen auf die Palme. Die „Refs“ nahmen später ein Unsportliches Foul gegen Bayreuths Robinson zurück, erteilten Roijakkers ein Technisches Foul, agierten schwach. Korner: „Das Spiel wäre emotional fast gekippt. Unsere Teams sehen sich schon in drei Wochen wieder. Die Spieler werden wohl kaum ein Bier zusammen trinken.“ Raoul Korner, ein Trainer mit Standpunkt. (haz/gsd)

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