2. Basketball-Bundesliga: Ex-Göttinger mit Chemnitz am Samstag bei den Veilchen

Schmidt: „BG irre schwer“

Chemnitz/Göttingen. Er ist aus der anerkannten Nachwuchs-Schule der BG 74 Göttingen hervorgegangen – und tritt am Samstag (19 Uhr) erstmals in einem Punktspiel mit seinem derzeitigen Team BV Chemnitz 99 gegen seinen Ex-Klub an: Jorge Schmidt (27), einer der beiden Söhne von BG 74-Urgestein Hans-Werner Schmidt, der in der vergangenen Saison noch die „Zweite“ der Veilchen coachte.

Jorge Schmidt spielt inzwischen in der dritten Saison für Chemnitz, ist vor Beginn der laufenden Serie sogar zum Kapitän der Sachsen gewählt worden. In Chemnitz hat sich Schmidt „ganz gut eingelebt. Ich habe auch viele Freunde abseits vom Basketball gefunden.“ Ganz allein ist er sowieso nicht mehr: Am Freitag, den 13. (Juli) hat er seine Freundin Sarah geheiratet.

Sachsen auswärts schwach

Sportlich ist es für Schmidt und den BV 99 in der letzten und vorletzten Saison auch ordentlich gelaufen. „Wir waren zweimal Dritter nach der Vorrunde“, erinnert er sich. In dieser Saison laufe es dagegen „durchwachsen. Zuhause haben wir fünf von sechs Spielen gewonnen, aber auswärts haben wir vier von fünf Spielen verloren. Das müssen wir besser in den Griff kriegen. So ist die BG am Samstag klarer Favorit. Das wird irre schwer für uns. Aber trotzdem freue ich mich natürlich auf Göttingen.“

Das dürfte auch daran liegen, dass am Samstag Vater Hans-Werner und viele Freunde, Bekannte in der Arena sein werden. Die Talfahrt der BGer in der vergangenen Saison hat Jorge Schmidt mitverfolgt. „Ich bin froh, dass es weitergegangen ist. Vom neuen Team kenne ich aber nur Marco Grimaldi. Und das Publikum ist einfach erstklassig.“

Schmidt konzentriert sich in Chemnitz aber nicht nur auf Basketball. Für die berufliche Zukunft absolviert er an der Euro-Fachhochschule in Hamburg ein Fernstudium in Wirtschaftsrecht. Anfang Januar will er seine Bachelor-Arbeit abgeben.

Trainer vier Jahre jünger

Aus Göttingen verabschiedet hat sich Schmidt schon vor vielen Jahren. Ein Jahr SG Braunschweig, zwei Jahre Phantoms unter Trainer „Muki“ Mutapcic („da hatten die jungen deutschen Spieler keine Chance“), Bundesliga-Aufstieg unter Björn Harmsen mit dem MBC ein Jahr nach der BG, Aufstieg von der Pro B in die Pro A mit Würzburg und dann der Wechsel nach Sachsen – Schmidt ist viel herumgekommen.

Dass BV-Coach Felix Schreier erst 23 und damit vier Jahre jünger als er ist, ist für Schmidt zweitrangig. Schreier löste Torsten Loibl ab, der Ex-BG-Trainer John Patricks Job in Japan übernahm. Schreier (vergangene Saison zum „Trainer des Jahres 2012“ in der Pro A gewählt) muss um Schmidt herum ein neues Team einspielen, unter anderem mit dem bisherigen Trierer Spielmacher John Redder Bynum. In Göttingen müssen die Chemnitzer dabei am Samstag aber nicht unbedingt Fortschritte machen... (gsd)

Von Helmut Anschütz

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