Schon zweites Abstiegs-Endspiel der BG Göttingen?

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Starke Vorstellung gegen Gießen: Göttingens Center Dennis Kramer (Mitte), hier gegen Gießens John Bryant (54), will seine gute Leistung auch gegen die Oettinger Rockets kompensieren. Links beobachtet Göttingens Joanic Grüttner das Geschehen.

Göttingen. Am 9. Dezember verloren die Veilchen beim bis dahin sieglosen Tabellenletzten Tübingen mit 67:80. Eine empfindliche Niederlage für die BG Göttingen im Kampf um den Klassenerhalt!

Jetzt geht es am Samstag zum Aufsteiger Oettinger Rockets Gotha, der seine Heimspiele seit Saisonbeginn in der Messehalle Erfurt austrägt. Muss man diese Partie zwischen dem Drittletzten der Basketball-Bundesliga aus Thüringen und dem Viertletzten aus Niedersachsen schon als zweites Abstiegs-Endspiel einstufen?

Nach dem Tabellenstand sicherlich. Nach fünf Schlappen in Folge scheint die BG verunsichert. Nach der Heimpleite gegen Gießen monierte BG-Coach Johan Roijakkers, dass „kein Feuer im Team“ sei. Er habe aber nicht unbedingt die Einstellung seiner Spieler kritisiert, sondern nur „konstatiert“, dass es nicht zum Besten bestellt gewesen sei.

Besser als erwartet...

Nach Roijakkers Ansicht stehe die BG mit bislang vier Siegen immer noch besser da als erwartet. „Das hätte ich im August so unterschrieben“, sagt der Niederländer. Für den BG-Etat seien vier Erfolge nicht normal. Das wiederum kritisieren nun bereits diverse BG-Fans. Ihrer Ansicht nach könne der Coach den Abschwung nicht allein auf das Spieler-Budget schieben, das Insider (möglicherweise etwas überinterpretiert) als „mittleren Zweitliga-Etat“ bezeichnen. Wenn es nicht läuft, wird bei allen Beteiligten eben jeder Stein umgedreht. Und das ist jetzt erst der Anfang...

Immerhin scheint es Entspannung an der „Ausfall-Front“ zu geben. Dominic Lockhart, der gegen Gießen nach einem Trainingsunfall (Schlag ins Gesicht) ausgefallen war, ist auf dem Wege der Besserung. „Es wird von Tag zu Tag besser“, sagt Roijakkers. Es sei realistisch, dass der „BG-Allstar“ wieder spielt. Widersprüchlich waren die Aussagen bezüglich Brion Rush. Während BG-Chef Frank Meinertshagen von einem Trauerfall in der Familie des Amerikaners sprach, war dem Trainer davon nichts bekannt. Rush sei in Erfurt dabei, meinte Roijakkers.

Lob für Kramer und Grüttner

Mit gestärktem Selbstbewusstsein können Dennis Kramer und Joanic Grüttner ins letzte Spiel des Jahres gehen. 2,09 m-Center Kramer, der viele Spiele auf der Bank schmoren musste, und Grüttner nahm Roijakkers von seiner Kritik aus. „Kramer hat eine gute erste Halbzeit gespielt, obwohl er so lange keine Chance bekommen hatte. Und Joanic war das ganze Spiel stark, hatte viel Energie und machte viel richtig.“

Nun also Erfurt! Die Rockets, die ihren Haupt- und Namenssponsor verlieren werden, sind nach dem ersten Heimsieg gegen Würzburg im Aufwind. Trotzdem erzielte das Team von Trainer Ivan Pavic mit im Schnitt 73,3 (BG 74,1) die wenigsten Punkte aller BBL-Teams. Roijakkers: „Erfurt hat viele talentierte Deutsche wie Andy Obst.“ Der Allstar trifft über 45 Prozent seiner Dreier. Der belgische Guard Retin Obasohan markiert 14,1 Punkte pro Spiel.

Trotz des Misserfolgs kann sich die BG auf ihre Fans verlassen. Mehr als 100 sind in der Messe Erfurt dabei. Anmeldungen für die Zugfahrt noch unter fahrten@veilchen-power.de (haz/gsd-nh)

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