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Schwache BG 76:89 gegen Würzburg: Nächste Pleite, Baldwin verletzt

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Die ominöse Szene: Göttingens Topscorer Kamar Baldwin liegt nach 6:16 Minuten verletzt am Boden. Jeff Roberson, Nate Grimes (24) und Harald Frey (3) sowie Referee Johannes Hack stehen um ihn herum.
Die ominöse Szene: Göttingens Topscorer Kamar Baldwin liegt nach 6:16 Minuten verletzt am Boden. Jeff Roberson, Nate Grimes (24) und Harald Frey (3) sowie Referee Johannes Hack stehen um ihn herum. © Hubert Jelinek/gsd

Was ist bloß mit den Veilchen los? Nach dem Blackout gegen Heidelberg leistet sich die BG Göttingen gegen Würzburg den nächsten katastrophalen Auftritt und verliert, ohne eine Reaktion zu zeigen, vor 1689 Zuschauern sang- und klanglos mit 76:89 (39:57).

Göttingen – Erneut war das Abwehrverhalten nicht erstligareif. So verspielt die BG Göttingen endgültig die Playoffs!

Und obendrein verliert die BG auch noch ihren Topscorer Kamar Baldwin offenbar wegen einer Schulterverletzung: „Das sieht nicht gut aus“, sagte BG-Trainer Roel Moors nach der Pleite.

Erst einmal vorab aber eine gute Nachricht: Harper Kamp ist nach mehreren Spielen Pause wieder dabei – Beifall von den Fans vor seinem Comeback. Dafür fehlt Mathis Mönninghoff (Bänderriss im Sprunggelenk, drei Wochen Pause). Stephen Brown feiert seinen 26. Geburtstag.

Auf dem Parkett gibt’s aber nichts zu feiern. Würzburg hat den weitaus besseren Start, die BG tut sich genauso schwer wie gegen Heidelberg. Beim 2:10 (3:28 Minuten) nimmt Coach Moors die erste Auszeit. Bringt nichts, es wird noch deutlicher: 2:15! Fehlstart!

Und auch das noch: Nach einem Rebound rutscht Kamar Baldwin aus, fällt auf die linke Seite, bleibt eine Minute liegen und muss nach 6:16 Minuten verletzt raus. Harald Frey trifft danach zwar den ersten Dreier, doch wirklich besser wird’s nicht. Der Spielaufbau ist zu durchsichtig und schwerfällig. Und dann trifft Würzburg auch seine Dreier durch Craig Moller. Auf BG-Seite führt sich Kamp wieder ein, auch per Dreier. Aber nach zehn Minuten steht ein desaströses 18:31. Die BG trifft 44 Prozent, die Mainfranken starke 77 Prozent.

Zweites Viertel, gleich Probleme. Die Veilchen können die Gäste in der Defensive nicht stoppen. Zweite Auszeit beim 26:43 nach 15 Minuten. Die Göttinger Abwehr ist so löchrig wie Emmentaler Käse. „Defense, Defense“, feuert Hallensprecher Nils Leunig die BG-Fans zur Unterstützung auf, doch es hilft wenig. Die BG-Verteidigung gestattet Würzburg einfach zu viel. Bezeichnend die letzte Aktion der ersten Hälfte: Noch zwei Sekunden zu spielen, Cameron Hunt trifft per Dreier aus acht Metern zum 39:57. Das nächste Desaster, diesmal schon zur Pause mit 80 Prozent(!) Zweier-Trefferquote der Würzburger.

Auch nach Wiederbeginn bewegt sich der BG-Rückstand im Minus-20-Bereich. Keine Anzeichen einer Aufholjagd bei den Veilchen. Wenn der Wurm drin ist, geht fast gar nichts. Würzburg spielt die Partie ohne große Gefahr seitens der BG runter.

„Wir kämpfen gegen uns selbst, sind physisch unterlegen. Die anderen Teams nutzen das aus“, sagte Moors hinterher. „Im Moment reicht es nicht. Wir müssen mental wieder frisch werden, um wettbewerbsfähig zu werden“ Und fällt Baldwin länger aus, dürfte die BG dies bis ins Mark treffen.  (Helmut Anschütz/gsd)

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