Basketball-Bundesliga der Frauen

Schwache Offensive kostet Frauen der BG 74 Göttingen die Punkte

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Spielmacherinnen unter sich: Göttingens Jennifer Crowder (rechts) und Freiburgs Jessica Genco lieferten sich packende Duelle. 

Göttingen – Zwar kehrten die Frauen der flippo Baskets BG 74 Göttingen zu alter Stärke in der Defensive zurück. Doch das Spiel in der Basketball-Bundesliga verlor das Team von Trainer Goran Lojo aufgrund einer äußerst schwachen Offensiv-Leistung gegen den USC Freiburg vor 250 Zuschauern mit 51:54 (27:29).

So sah es auch Lojo: „Mit unserer Defensive war ich sehr zufrieden. Doch in der Offensive haben uns die Lösungen gefehlt.“ Hinzu kam die schwache Freiwurfquote. Nur elf von 20 Freiwürfen landeten in der gegnerischen Reuse. So lässt sich ein simples Fazit ziehen: Freiburg war nicht besser, sondern lebte fast ausschließlich von den Schwächen der Göttingerinnen oder: Ein solches Spiel muss man nicht verlieren.

Denn auch die Gäste schwächelten und mussten zudem bereits ab der 14. Minute auf ihre 1,88 m große US-amerikanische Centerin Samantha Jean Fuehring verzichten, die nach einem unsportlichen und einem technischen Foul disqualifiziert wurde und sogar die Halle verlassen musste – eine Schwächung für die Breisgauerinnen, die von der BG 74 aber nicht genutzt werden konnte. Vielmehr sprangen für Fuehring unter anderem die bereits 43 Jahre alte Bosnierin Mirna Paunovic in die Bresche.

Auf der Spielmacherposition wirbelte die nur 1,65 m kleine Italienerin Jessica Genco, war mit 13 Punkten – davon drei erfolgreiche Dreier – Topscorerin und lieferte sich mit ihrer Gegenspielerin Jennifer Crowder erbitterte Duelle.

Nach einen von beiden Seiten ganz schwachen ersten Viertel (10:11) bekam das Spiel im zweiten Viertel mehr Fahrt, machten die Baskets aus einem 13:21-Rückstand mit einem 10:0-Lauf eine 23:21-Führung, gingen allerdings mit 27:29 in die Halbzeitpause. Die Halbzeit-Führung gaben die Freiburgerinnen, die von der Göttingerin Hanna Ballhaus gecoacht werden, bis zum Schluss nicht mehr ab. Vielmehr zog der USC vier Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 52:42 weg. Nach dem dritten Viertel humpelte Göttingens Cayla McMorris vom Feld, sie hatte sich den Fuß umgeknickt.

Spannend wurde es dann aber dennoch, als Crowder mit einem Dreier ihr Team auf 51:52 in der letzten Spielminute wieder heranbrachte. Die erst 19-jährige Emilly Kapitza schaffte das 54:51 für die Gäste, ehe mit der Schlusssekunde der Dreier-Wurf von Megan Mullings auf dem Ring landete.

Viertel-Ergebnisse: 10:11, 17:18 – 13:14, 11:11.

flippo Baskets BG 74: Azinovic 2, Blazevic 9 (6 Rebounds), Crowder 11/2 Dreier, Kelly 5, Morton 2, Karambatsa 2, Mullings 12/1 (7 Rebounds), McMorris 8/1.  gsd

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