Basketball-Bundesliga Männer  Samstag zweites Auswärtsspiel

Schwierige Aufgabe für die BG Göttingen beim Aufsteiger Chemnitz

Starkes Heimdebüt: Göttingens neuverpflichteter Center Tai Odiase (am Ball) gegen Braunschweigs Bayreuth-Rückkehrer Lukas Meisner. Links im Hintergrund Jorge Gutiérrez.
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Starkes Heimdebüt: Göttingens neuverpflichteter Center Tai Odiase (am Ball) gegen Braunschweigs Bayreuth-Rückkehrer Lukas Meisner. Links im Hintergrund Jorge Gutiérrez.

Nach dem Heimsieg gegen die Löwen Braunschweig trifft die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga am Samstag auswärts auf Erstliga-Aufsteiger Niners Chemnitz

Göttingen – „Der Sieg war gut für die Stimmung“, blickte Roel Moors noch einmal auf den ersten Sieg der BG Göttingen in der neuen Saison der Basketball-Bundesliga gegen die Löwen Braunschweig zurück. Klar, damit war die eher ernüchternde Auftaktpleite in Ludwigsburg zumindest annähernd aufgearbeitet – bevor jetzt am Samstag um 20.30 Uhr die zweite Auswärtspartie der jungen Saison bei den Niners Chemnitz in der Messe Chemnitz ansteht.

Die Aufgabe beim Aufsteiger? Schwierig und bloß nicht zu unterschätzen! Nach mehreren Jahren Anlauf hat es jetzt ausgerechnet in der nicht zu Ende gespielten Saison in der 2. Liga Pro A geklappt, nachdem man ein Jahr zuvor im Halbfinale dramatisch an den Hamburg Towers gescheitert war. Als Tabellenerster wurde ihnen das Aufstiegsrecht zugesprochen. Mit Chemnitz (zu DDR-Zeiten: Karl-Marx-Stadt) spielt die BBL wieder in voller Stärke mit 18 Teams.

Den Start in die 1. Liga hatten sich die Sachsen sicher anders vorgestellt. Das Auftaktmatch in Crailsheim: Abgesagt wegen Coronafällen. Das zweite am 14. November in Bamberg: Abgesagt, weil das Team erneut in Quarantäne musste. Dieses Spiel bei Ex-BG-Coach Johan Roijakkers wurde nun kurzfristig neu am Donnerstagabend angesetzt, bei Redaktionsschluss war es noch nicht zu Ende. So wird die Partie gegen die BG zur Chemnitzer Heimpremiere. Allerdings ohne Zuschauer, was für die Veilchen von Vorteil sein wird. In der vergangenen Saison feuerten im Schnitt mehr 3500 Fans die Niners an.

Der Name rührt aus dem Gründungsjahr des Klubs her: 1999 schlossen sich die BG Chemnitz und Lok Chemnitz zum BV Chemnitz 99 zusammen. Aus der „99“ entwickelte sich über die vergangenen Jahre der Spitzname „Niners“.

Den letzten Test absolvierte das Team von Trainer Rodrigo Pastore (48), ein Argentinier mit italienischem Pass, am 19. Oktober, dabei gab es eine 79:84-Niederlage gegen Hamburg. „Die Vorbereitung auf das Spiel ist nicht ganz einfach“, meint BG-Cotrainer Thomas Crab, da aktuelles Videomaterial fehlt. So war am Donnerstagabend auch das Niners-Spiel in Bamberg TV-Pflichtprogramm für Crab und Moors.

Aus dem Aufstiegsteam blieben die deutschen Eckpfeiler wie Malte Ziegenhagen, Jonas Richter, Jan Niklas Wimberg, Dominique Johnson und Luis Figge bei den Sachsen, ebenso US-Guard Vigil Matthews. Neu dabei sind die US-Imports Wes Clark, der Shannon Bogues ersetzte und bis gestern noch kein Spiel für die Niners absolvierte, Marcus Thornton, George King sowie der Kanadier Isiaha Mike; außerdem der deutsche Center Filip Stanic, der beim Finalturnier im Juni für Oldenburg spielte.

„Chemnitz spielt mit viel Energie gut zusammen, weil noch viele Spieler von der letzten Saison da sind“, hat BG-Trainer Moors in den Videos beobachtet. „Gegen uns ist das ein spezielles Spiel. Wir müssen bereit sein, gut anfangen und gleich da sein. Wir dürfen ihnen kein Selbstvertrauen geben.“ Personelle Probleme gibt es bei den Veilchen nicht. Falls niemand ausfällt, spielt Ron Jackson nicht. So bleibt Harper Kamp im Team. Los geht’s nach Chemnitz per Team-Bus bereits am Freitag.  haz/gsd

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