Basketball-Bundesliga Männer: Göttingen in Tübingen / Tigers wollen ersten Heimsieg mit neuem Trainer

Schwierige Konstellation für BG

Trainer mit Pfiff: Johan Roijakkers (links) muss am Samstag mit seinem BG-Team bei den Tigers in Tübingen antreten, deren neuer Coach Mathias Fischer (rechts) sein erstes Heimspiel bestreitet. Fotos: dpa

Göttingen. Möglicherweise kommt dieses Spiel zum ungünstigsten aller Momente. Am Samstag ist die BG Göttingen nach einer 440-Kilometer-Tour bei den Walter Tigers Tübingen zu Gast, los geht’s um 20.30 Uhr. Für die Schwaben, die nach einem desaströsen Start sieglos Tabellenschlusslicht sind, ist es das erste Heimspiel mit dem neuen Trainer Mathias Fischer. Dass mit dem früheren Gießener und Bonner Coach nun die Wende mit dem ersten (Heim)-Sieg kommen soll, versteht sich aus Tigers-Sicht von selbst. Eine unglückliche Konstellation für das Team von BG-Coach Johan Roijakkers, das die weite Reise bereits am Freitag antritt.

Fischer coachte die Tübinger bereits am vergangenen Freitag zusammen mit Ex-Tigers-Spieler Aleksandar Nadjfeji in Bremerhaven. Dort machten die Schwaben eine ordentliche Partie, unterlagen aber in der Schlussphase noch mit 73:78. Der zu den Tigers gewechselte Ex-BGer Mathis Mönninghoff steuerte sechs Punkte für sein Team bei. Zur Starting Five zählte der frühere Veilchen-Spieler jedoch fast nie

Gute Veilchen-Bilanz

Zu den Tübinger Eckpfeilern zählen US-Neuzugang Reggie Upshaw und Liga-Routinier Jared Jordan, der mit rund sieben Vorlagen pro Spiel bester Assistgeber der BBL ist. BG-Trainer Roijakkers lobt ihn, weil Jordan alle Teamgefährten einzusetzen versteht. Upshaw kommt auf knapp 15 Punkte pro Spiel und trifft 43 Prozent seiner Dreier-Würfe. Zweistellig treffen auch noch Kris Richard, Barry Stewart und Ryan Brooks.

Zumindest nach der Gesamtbilanz können die BGer zuversichtlich nach Tübingen fahren. Von den bisherigen 16 Duellen gegen die Schwaben haben sie immerhin zwölf gewonnen – darunter sind sogar sechs Auswärtserfolge in der in Pink gehaltenen Paul-Horn-Arena. Mit 77,8 Punkten pro Spiel erzielen die Tigers sogar mehr Zähler als die Göttinger (75), die allerdings die bessere Rebound- und Freiwurf-Quote aufweisen. Die Probleme der Tübinger liegen indes eher in der Defensive: Im Schnitt kommen ihre Gegner auf 89 Punkte in jedem Spiel. Schwierig für Roijakkers, sein Team nun auf die durch Coach Fischer neu „beseelten“ Schwaben einzustellen, die nach Gotha/Erfurt die meisten Drei-Punkte-Würfe treffen (9,8 pro Spiel).

Kamp ins Team integrieren

Bei den BGern galt es in den vergangenen Trainingstagen, Rückkehrer Harper Kamp ins Team zu integrieren. Individuell legte er bei der herben 61:93-Schlappe in Ludwigsburg ein beachtliches Comeback hin und kam auf starke 19 Punkte. An der Harmonie und an der Abstimmung unter anderem im Pick-and-Roll mit Michael Stockton dürfte sicher noch gearbeitet worden sein. Für die Veilchen wird die Partie bei den Schwaben schon richtungweisend sein: Der dritte Auswärtssieg würde ihr Polster nach unten wachsen lassen – nach einer eventuell fünften Auswärtsniederlage würden sie zumindest vorerst im Tabellenkeller festhängen. (haz/gsd)

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