Sechskampf um drei Plätze: Veilchen mittendrin im Playoff-Rennen

Nach dem ersten Dreier in Bremerhaven auch nicht mehr getroffen: Göttingens Robert Kulawick (am Ball beim Spiel in Berlin gegen Albas Alex Renfroe). Foto: nh

Göttingen. Man darf eigentlich gar nicht darüber nachdenken...

Welche große Chance die BG Göttingen am Ostermontag-Nachmittag mit der 74:93-Pleite in Bremerhaven liegen ließ, wurde noch klarer, als gegen 19 Uhr die „späten Spiele“ zu Ende gegangen waren. Frankfurt hatte Ludwigsburg 79:68 besiegt und damit sogar noch Oldenburg überholt. Mit einem Sieg wäre das Team von Trainer Johan Roijakkers auf Playoff-Platz acht geblieben und hätte zwei Punkte Vorsprung vor den Artland Dragons und Ludwigsburg gehabt und sogar vier vor Braunschweig, das noch eine Partie weniger (28) ausgetragen hat. Im Prinzip gibt es nun an den bevorstehenden fünf (bzw. sechs) Spieltagen einen Sechskampf um drei Endrunden-Ränge. Dass die Veilchen als Aufsteiger und Bundesliga-Rückkehrer in diesem spannenden Mini-Wettbewerb dabei sind, ist weiterhin umso unglaublicher.

„Wir geben nicht auf“, meinte Dreierspezialist Dominik Spohr nach der Schlappe in der Bremerhavener Stadthalle. „In der zweiten Halbzeit waren wir zu nachlässig, dann wird es in Bremerhaven immer gefährlich.“

Potenzial nicht abgerufen

„Die Situation mit unseren guten Chancen war uns auch bewusst“, blickt Robert Kulawick nochmal zurück. „So etwas spielt wohl im Kopf auch mit. Aber wir haben in Bremerhaven unser Potenzial definitiv nicht abgerufen.“

Die Pleite an der Küste schnell abhaken und nach vorn schauen – das ist jetzt angesagt bei den Veilchen. Am kommenden Sonntag (18 Uhr!) geht’s gegen die „Zauberer“ aus Crailsheim, den ehemaligen Zweitliga-Weggefährten. „Crailsheim kämpft immer noch ums Überleben in der ersten Liga. Daher wird das für uns auch wieder eine Mammutaufgabe“, sagt „Kulle“.

Nach dem Heimspiel gegen Crailsheim, das sich gegenüber dem Göttinger Sieg im Hinspiel personell auch sehr verändert hat, folgen schon zwei entscheidende Partien in Quakenbrück (vorgezogen auf Samstag, 18. April) und gegen Braunschweig (Freitag, 24. April) – beides direkte Playoff-Konkurrenten.

„Es ist schön, dass wir jetzt noch um etwas spielen“, sagte Coach Roijakkers vor dem Match in Bremerhaven und meinte damit, dass die Saison nun nach dem Klassenerhalt nicht bloß noch austrudelt.

Wie die Göttinger hat Ludwigsburg (jetzt drei Heimspiele in Serie) mit Braunschweig, Artland (beide zuhause) und bei der BG noch drei Partien gegen direkte Gegner. Ebenso Braunschweig: Frankfurt zuhause sowie in Ludwigsburg und Göttingen. Frankfurt hat das vermeintlich „leichteste“ Restprogramm mit Crailsheim (auswärts am heutigen Mittwoch), Trier und Tübingen. Braunschweigs „Playoff-Schicksal“ dürfte sich in den drei Auswärtsspielen in Ludwigsburg, in Bayreuth und bei der BG klären.

Oldenburgs Restprogramm erscheint „indifferent“, um einen Playoff-Platz zu halten: Ulm (H), MBC (A), Hagen (H), Bayreuth (A), München (H). Eines ist jetzt auf alle Fälle sicher: Die Spannung in der BBL bis zum letzten Vorrunden-Spieltag am 30. April. (haz/gsd)

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