Basketball-Bundesliga Frauen

Sensation: flippo Baskets BG 74 Göttingen schlagen Meister Keltern

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Eingekeilt: Göttingens Spielmacherin Jenny Crowder (Mitte) versucht, die kleine Lücke zwischen Kimberley Pierre-Louis (links) und Mante Kvederaviciute (rechts) zu nutzen.  

Göttingen. Was für ein Spiel! Gegen den amtierenden deutschen Basketball-Meister der Frauen Rutronik Stars Keltern lieferten die flippo Baskets BG 74 Göttingen ein begeisterndes (Nachhol-)Spiel und schafften die Sensation: 69:57 (25:32)-Sieg, der erste eigene Saisonerfolg, die zweite Pleite für den Meister.

Zu der ungewöhnlichen Anfangszeit um 18 Uhr hatten sich – wie kaum anders zu erwarten – weitaus weniger Fans als sonst in der FKG-Halle eingefunden. Die, die so früh da waren, brauchten ihr Kommen aber nicht zu bereuen. Und die, die nicht da waren, haben einen Riesen-Ding verpasst!

Die BG-Ladies legten sehr mutig, sehr entschlossen los, zeigten keinerlei Respekt vorm deutschen Meister. Mit einem Dreier brachte Klaudia Grudzien das Team von Trainer Giannnis Koukos in Front – und die Führung gaben die BG-Frauen auch erst in der letzten Minute des ersten Viertels ab, als die Serbin Marta Tudanca per Dreier zum 12:11 für Keltern traf. Bis dahin lieferten die Göttingerinnen einen couragierten Auftritt ab, waren sogar durch Verdine Warner mit 8:4 in Front gegangen.

Bravourös dagegen gehalten

Trotz eines tollen Blocks von Grudzien drehte sich die Partie zu Beginn des zweiten Viertels, als der Meister auf 17:12 wegzog. Doch die Göttingerinnen hielten dagegen, verkürzten wieder auf 15:17 und 19:21. Respekt, aber keine Angst vor dem schier übermächtigen Gegner!

Mehrfach hatten die Baskets Mitte des zweiten Abschnitts die Chance, heranzukommen oder sogar auszugleichen, doch unter dem gegnerischen Korb unterliefen ihnen zu viele Ballverluste. Dennoch: Die BG 74 ließ in ihrer Intensität nicht nach und konnte durch Grudziens zweiten Dreier und Alissa Pierce Sprungwurf wieder auf 23:24 verkürzen. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit vermochte sich Keltern dank eines 8:0-Laufes etwas abzusetzen und ging mit 32:23 in Führung. Mit der Sirene netzte Jenny Crowder immerhin noch zum Pausenstand von 25:32 ein.

Die zweite Halbzeit begann dann sehr verheißungsvoll für die Gastgeberinnen. Crowder und US-neuzgang Cori Colemann per Dreier brachten die BG 74 auf 30:32 heran – zur Freuide der 240 Zuschauer, die kräftig STimmung machten. Wenig später erlaubte sich Jasmine Thomas ein Technisches Foul, als sie einen Pfiff gegensich mit einem Fußkick gegen den Ball erwiderte. Den Freiwurf und den folgenden Einwurf nutzte Coleman zur 36:32-Führung für Göttingen nach einem starken 11:0-Lauf.

Spannung bis zum Schluss

Das hatte der Meister wohl kaum erwartet, dass er sich so strecken musste! Auf alle Fälle blieb das Match spannend und weitaus interessanter, als es im Vorfeld zu erwarten war. Mit 20:12 gewann die BG 74 das dritte Viertel, bot Keltern auch im letzten Abschnitt eisern Paroli und ging 50:47 in Front. Bahnte sich da eine Sensation an? Fünf Minuten vor Schluss steht es 54:49 für Göttingen – eigentlich unfassbar! Kurz danach 62:55, die Überraschung bahnt sich ihren Weg. Und tatsächlich: Den BGerinnen glückte die Überraschung: 69:57, damit hatte niemand gerechnet!

Viertel-Ergebnisse:12:12, 13:20 – 20:12, 24:13.

BG 74: Pierce 16, Simon 6/1 Dreier, Crowder 11/1, Karambatsa 4, Dobroniak, Nguyen, Coleman 17/5, Grudzien 10, Warner 5. (haz/wg-gsd)

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