Basketball-Bundesliga Männer

Serie der BG Göttingen reißt gegen Löwen Braunschweig

17 Punkte für die Veilchen: Göttingens Jake Toolson (links) behauptet den Ball gegen Braunschweigs Ondrej Sehnal und Brandon Tischler (rechts). Der BG-Amerikaner steuerte darunter fünf Dreier bei.
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17 Punkte für die Veilchen: Göttingens Jake Toolson (links) behauptet den Ball gegen Braunschweigs Ondrej Sehnal und Brandon Tischler (rechts). Der BG-Amerikaner steuerte darunter fünf Dreier bei.

Irgendwann musste es ja mal wieder passieren: Nach zuletzt fünf Siegen in Folge verlor die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga ausgerechnet das Niedersachsen-Derby gegen die Löwen Braunschweig mit 85:93 (44:46).

Göttingen – Am Ende war die erst vierte Saisonniederlage sogar verdient, weil die Veilchen vor allem in der Defensive nicht auf der Höhe waren und Topscorer Kamar Baldwin nach knapp 34 Minuten auch noch nach dem fünften Foul vorzeitig ausschied.

„Einige waren schwach, einige schwächer – keiner war gut“, brachte es BG-Coach Roel Moors nach der Pressekonferenz auf den Punkt. Den Belgier ärgerten vor allem die vielen viel zu leicht erzielten Punkte für die Löwen, die weitaus bissiger auftraten und für ihren verletzt fehlenden Star Robin Amaize kämpften.

Die Göttinger erwischten gegen Braunschweig keinen guten Start, lagen nach Harper Kamps 2:2-Ausgleich mit 2:9 hinten – Zeit für Moors, die erste Auszeit nach nur 128 Sekunden zu nehmen. Dreier-Spezialist Jake Toolson verkürzte mit zwei Dreiern zum 8:11, ehe sich Braunschweigs Luc van Slooten ein Technisches Foul wegen Meckerns einhandelte. Kurz danach glich Mathis Mönninghoff aus (14:14), Philipp Hartwich gelang per Alley-oop-Dunk die erste Führung beim 16:15, die Kamar Baldwin zum 19:15 ausbaute. Aber die Gäste verteidigten sehr physisch, setzten die BGer immer wieder unter Druck. Nach zehn Minuten 24:23 für die Veilchen.

Auch zu Anfang des zweiten Viertels zeigte die BG wieder ihre Stärke von jenseits des Perimeters. Baldwin nahm das Match in die Hand, aber die Gäste ließen einfach nicht locker, hatten weiter die Nase leicht vorn, weil sie konsequenter beim Rebound waren. Zur Halbzeit hatten sie dieses Duell mit 20:15 für sich entschieden. Das Problem: Außer von Baldwin (14 zur Pause) und Toolson (ebenfalls 14) kamen von ihren Teamkollegen zu wenige Punkte. So konnten die BGer nur auf zwei Zähler verkürzen und gingen auch mit einem 44:46-Rückstand in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit liefen die Göttinger fast nur hinterher. Lediglich beim 60:59 und 63:62 konnte das Team um Kapitän Akeem Vargas, der diesmal blass blieb, in Führung gehen. Deutlich war zudem die Unterlegenheit der BGer aus dem Zweier-Bereich: Während die Löwen 48 Zähler erzielten, kam das Moors-Team unterm gegnerischen Korb nur auf 18 Punkte. So verlegte sich die BG einmal mehr auf Dreier: 46 Prozent (16 von 35, fünf von Toolson) waren zwar gut, konnten aber das Defizit bei den Zweiern nicht kompensieren. Zudem war Braunschweig auch im Rebound- (36:28) und Vorlagen-Duell (24:18) vorn. Erneut waren die Center Hartwich und Kamp foulbelastet, Topscorer Baldwin schied nach knapp 34 Minuten sogar aus.

„Ich hatte nie das Gefühl, dass wir gewinnen können“, gestand Moors. „Braunschweig hat vom Start bis zum Ende dominiert. Der Hauptgrund war, dass wir defensiv ohne Aggressivität gespielt haben. Da fehlte uns die Intensität.“  (Helmut Anschütz/gsd)

Feierabend in der 34. Minute: Göttingens Kamar Baldwin (am Ball gegen Braunschweigs Ex-BGer Benedikt Turudic) kassierte da sein fünftes Foul – das Aus.

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