Mit Neuzugang Creek gegen Gotha/Erfurt

Sieben Spiele in 25 Tagen: BG Göttingen startet in die heiße Phase

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Deutliche Worte: In einer Auszeit kann es mitunter schon mal heftig zugehen. Göttingens Trainer Johan Roijakkers (Mitte) gibt seiner Mannschaft klare Anweisungen. Die sind sicher auch am Samstag gegen die Rockets vonnöten.

Göttingen. Die 25 Tage zwischen dem 7. April und dem 1. Mai werden darüber entscheiden, ob die BG Göttingen auch in die fünfte Erstliga-Saison in der Basketball-Bundesliga in Folge gehen wird.

Mit sieben Spielen in dieser kurzen Zeit werden die Veilchen „unter Strom“ stehen. Zuerst am Samstag im ersten der beiden anstehenden „Abstiegs-Finale“ gegen die Rockets Gotha/Erfurt und am Samstag darauf gegen Bremerhaven.

Gespannt dürfen die BG-Fans auf Mitch Creek sein. Der Australier gibt sein Debüt nach nur wenigen Trainingseinheiten gegen die Thüringer, die das Hinspiel ohne die BGer Darius Carter und Brion Rush 74:63 gewannen. Bei einem Sieg zählt der direkte Vergleich, die BG müsste mit zwölf Punkten Differenz gewinnen.

Duell mit Ex-Kumpel Randle

„Ich kann als Shooting Guard, Small Forward oder Power Forward spielen“, sagt Creek im HNA-Gespräch. Was Coach Roijakkers genauso sieht: „Er ist sehr flexibel einsetzbar.“ Wie berichtet wollen die BGer mit der Verpflichtung für etwaige Verletzungen gewappnet sein. Für den Klassenerhalt wird alles getan.

Kurios ist, dass Creek nun im ersten Match auf seinen ehemaligen Mitspieler bei den Adelaide 36ers von 2015 bis 2017 trifft: Jerome Randle, den Roijakkers vor Kurzem als zu teuer für die BG bezeichnete, wurde von den Rockets nachverpflichtet und gab dem Aufsteiger Halt. 18,4 Punkte und knapp fünf Assists sind Randles statistische Daten.

Creek ist erst zum zweiten Mal in Deutschland, war zuvor beim Albert-Schweitzer-Turnier dabei. Auf dem rechten Unterarm trägt er ein Tattoo mit seiner australischen Heimat: „Ich bin auf einer Farm groß geworden.“ So hat er ein Stück seines Zuhauses immer dabei. Große Kulissen ist er gewohnt: „7000 oder 8000 Zuschauer sind in Adelaide, Melbourne oder Perth oft dabei.“ Die Nummer 55 trägt er, weil sein Vater die 5 hatte und er selbst noch eine 5 hinzugefügt hat. Nachdem Creek am Mittwoch in Göttingen eingetroffen war, gilt es nun, den Jetlag zu kompensieren.

„Erfurt hat einen extrem tief besetzten Kader“, warnt Roijakkers vor dem Tabellenvorletzten, der nach dem 98:90 gegen Bremerhaven mit einem Sieg auf zwei Zähler zu den Göttingern aufschließen könnte. Was die Veilchen mithilfe ihrer stimmungsvollen Fans natürlich verhindern wollen.

Neben Randle ragt bei den Rockets vor allem Retin Obasohan heraus. Der Belgier wirft im Durchschnitt 14 Punkte pro Spiel, fischt über fünf Rebounds. Auch auf Andy Obst (11 Punkte) und Center Sava Lesic (21 Punkte im Hinspiel) müssen die BGer aufpassen. Die größte Frage aber bleibt: Wer hat die stärkeren Nerven im Abstiegskampf? (haz/gsd)

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