Sieg in Wolfenbüttel glitt BG-Ladies noch aus den Händen

Power-Dribbling: Göttingens Monique Smalls (links) setzt sich im ersten Spiel gegen Wolfenbüttels beste Spielerin Raelyn Prince energisch durch. Foto: Jelinek/gsd

Wolfenbüttel. Wenn man so viele Chance liegen oder verstreichen lässt, muss man sich nicht wundern, wenn man doch noch verliert.

Die Frauen der BG 74 Göttingen hatten am Ostersonntag die große Möglichkeit, mit dem zweiten Sieg beim Wolfpack Wolfenbüttel den Einzug ins Playoff-Finale gegen die GiroLive Panthers Osnabrück klarzumachen, doch mangelnde Konzentration im Abschluss gestattete dem Wolfsrudel letzlich doch noch einen 70:63 (32:31)-Sieg.

„Unnötig und ärgerlich – ich bin sauer“, war Birte Bencker nach der durchaus vermeidbaren Niederlage angefressen. „Wir hatten den Sieg über drei Viertel in der Hand, wollten aber zu viel mit dem Kopf durch die Wand.“ Eine Einschätzung, die sicher viele bei den Veilchen teilten.

Trainer Ondrej Sykora sah es etwas anders. „Ich glaube nicht, dass wir zu viele Fehler gemacht haben. Es war ein großartiges Spiel. Wir müssen den Kopf oben behalten und uns wieder etwas verbessern. Das dritte Spiel zuhause gewinnen wir.“

In den ersten drei Viertel wechselten die Führungen mehrfach. Die BG-Ladies waren 15:8 (9.) vorn, liefen im zweiten Viertel aber ständig einem Rückstand hinterher, weil sie Wolfenbüttels Kanadierin Raelyn Prince (76 Prozent Wurfquote und 18 Punkte bis zur Pause) nicht stoppen konnten.

Mit viel Geduld gingen die Göttingerinnen im dritten Abschnitt mit 47:43 (27.) in Front auch dank zehn Zählern von Nicole Jones. Doch immer wieder gab es auch Konzentrationsschwächen im Abschluss.

Im Schlussdurchgang sprach beim 61:54 (34.) viel für einen BG-Sieg. Doch dann lief alles aus dem Ruder. Das Wolfsrudel legte einen 16:2-Lauf hin, obwohl es sich insgesamt unglaubliche 27 Ballverluste („Turnovers“/ BG nur zwölf) leistete und die Veilchen Ladies so zu 14 Steals kamen. Den Ausschlag zugunsten der Mannschaft von Wolfenbüttels Trainerin Hanna Ballhaus (früher BG) gaben am Ende auch die Rebounds: 46:29 für die Gastgeberinnen. Unter den Brettern waren die 40 Minuten durchspielende Prince (14 Abpraller) und die Ex-BGerin Klaudia Grudzien (15) nicht aufzuhalten. Beiden gelang somit aufgrund zweistelliger Punktzahlen auch ein „Double-Double“.

Zwei wichtige Wolfpack-Dreier

„Mit 27 Turnovers kannst du eigentlich kein Spiel gewinnen“, meinte nach dem spannenden und dramatischen Match Ballhaus. „Raelyn Prince hat uns mit ihren Punkten die erste Halbzeit gerettet, wir haben uns da schwer getan. Beide Mannschaften haben absolut auf Augenhöhe gespielt und nahmen sich nichts. Am Ende geht’s sowieso nur darum: Wer behält die Nerven?“

Das waren letzlich die Wolfenbüttelerinnen, die sich zwei wichtige Dreier für Carolin Christen zum 59:61 und zur 66:63-Führung herausspielten. Sie verwandelte insgesamt fünf von sechs. „Wir fahren jetzt wieder nach Göttingen, um zu gewinnen“, strotzte Hanna Ballhaus vor Selbstbewusstsein. Die BG-Ladies müssen hingegen ihren Heimvorteil nutzen.

Zweites Halbfinale: Opladen - Osnabrück 51:67 (Stand: 0:2, Osnabrück im Finale).

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