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Sofort zurückgemeldet: BG Göttingen verhindert Abwärtstrend

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Von: Helmut Anschütz

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Zwei BG-Matchwinner: Göttingens Geno Crandall (Mitte) und Rayshaun Hammonds gegen Hamburgs Slowenen Ziga Samar (links).
Zwei BG-Matchwinner: Göttingens Geno Crandall (Mitte) und Rayshaun Hammonds gegen Hamburgs Slowenen Ziga Samar (links). ©  Imago/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Der zehnte Sieg beim 91:82 in Hamburg im 15. Saisonspiel – Pessimisten würden jetzt sagen: Klassenerhalt vorzeitig geschafft, denn gemeinhin gelten zehn oder elf Siege in der Basketball-Bundesliga als Ticket für die nächste Spielzeit.

Göttingen – Optimisten deuten dieses überaus erfreuliche Zwischenziel der Veilchen als Ansporn für eine noch weitaus erfolgreichere (Saison-)Zukunft, die da heißt:

Einzug in die Playoffs, der ja vom Klub auch sehr offen propagiert wird.

Insofern war der fünfte Sieg im neunten Auswärtsspiel bei den Towers unter den Augen von Fußball-Bundesliga-Schiedsricher Patrick Ittrich ein überaus wichtiger. Denn mit ihm verhinderte das Team von Coach Roel Moors einen eventuellen Abwärtstrend, nachdem das vorherige Auswärtsmatch in Frankfurt sehr ärgerlich 75:78 verloren worden war.

Mit Rang fünf steht die BG sensationell gut da und ist nur nicht gar punktgleich Vierter hinter dem Top-„B-Trio“ Berlin/Bonn/Bayern, weil man das Niedersachsen-Derby in Oldenburg (4.) 75:93 verlor. Wichtig war der Triumph bei den Towers auch im Hinblick auf die beiden folgenden Partien in der Vierer-Auswärtsserie am 29. Januar in München und am 5. Februar in Bamberg. Was die BG im Audi-Dome und in der Brose-Arena erwartet, dürfte allen Beteiligten klar sein. Jetzt können sie dort in „Kopf-oben-Haltung“ antreten.

Als kleine Belohnung für den Erfolg in Hamburg gab Coach Moors Montag und Dienstag frei. „Danach können wir endlich mal wieder in Ruhe trainieren und neue Sachen üben“, meinte der Belgier am Sonntag. Till Pape nutzt die freien Tage, um an der Uni in Ulm Dinge für seine Doktorarbeit im Studienfach Medizin zu regeln. In Hamburg habe man „die richtige Antwort auf Frankfurt“ gegeben. „Wir wollten wieder mit Spaß zusammenspielen, haben die Aggressivität der Hamburger gut gematcht“, so der Paderborner.

Bemerkenswert zudem, wie sich bei den Veilchen unter anderem Rayshaun Hammonds immer mehr in den Blickpunkt spielt – und ebenso Geno Crandall. Sie waren in der edcel-optics.de-Arena die „Väter des Sieges“. Während Center Hammonds seine 107 Kilo und 2,06 Meter wie bereits in Frankfurt (und auch zuvor) erneut gewinnbringend einzusetzen verstand und knapp am zweiten „Double-Double“ in Folge vorbeischrammte (21 Punkte, neun Rebounds), gelangen dem pfiffigen Crandall gleich vier „Kunstwürfe“ aus vermeintlich aussichtslosen Situationen – so viel Chuzpe muss man erst einmal haben. Alles nach dem Uralt-Motto: Wer trifft, hat recht!

Nicht zu vergessen aber auch Harald Frey. Es war lange nicht das Spiel des Norwegers, der erst Ende des dritten Viertels seinen ersten Punkt erzielte, das vierte mit einem frechen Dreier eröffnete und und zwei weitere spielentscheidende zum 80:71 und 83:73 traf – elf von zwölf Zählern im Schlussviertel!

Trauer um Niemann

Ex-Fanklub-Vorsitzender und Veilchen-Power-Mitbegründer Hartmut Niemann ist am Freitag im Alter von 70 Jahren verstorben. Er war unter anderem 2009 der einzige BG-Fan, der beim ersten internationalen Auftritt der Veilchen überhaupt in der EuroChallenge im tiefsten Russland in Krasnodar vor Ort war. Zudem war Niemann Mit-Initiator einer Spendenaktion für einen nachverpflichteten Spieler und der Branding-Aktion eines lila Stadtbusses, der in fast sämtlichen Linien durch Göttingen fuhr.  (Helmut Anschütz/gsd)

Erstes rein weibliches Schiri-Gespann: (von links) Danjana Rey, Anne Panther, Aleksandra Pawlik.
Erstes rein weibliches Schiri-Gespann: (von links) Danjana Rey, Anne Panther, Aleksandra Pawlik. ©  Imago/Justus Stegemann

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