Am Sonntag in Bamberg: Muss die BG für Bayern büßen?

Göttingen. Am Mittwoch erlebten die Brose Baskets Bamberg eine fast historische Heimpleite im deutsch-deutschen Eurocup-Duell gegen Bayern München.

Die Franken gingen in ihrer Festung Brose-Arena sang- und klanglos mit 52:90(!) gegen den amtierenden Meister ein.

Eine Blamage für die Bamberger, deren italienischer Trainer Andrea Trinchieri das Team heftig verbal attackierte. Muss die BG Göttingen nun am Sonntag im ersten Rückrundenspiel der Basketball-Bundesliga nun für die peinliche Pleite gegen die Bayern büßen?

Los geht’s am Sonntag erst zu später Stunde um 20 Uhr. Dennoch müssen die Veilchen, die diesmal trotz des „Süd-Spiels“ erst am Spieltag anreisen, hellwach sein, um nicht ähnliches Ungemach wie ihr Kontrahent am vergangenen Mittwoch zu erleben.

Die BG schon wieder gegen Bamberg? Ja, denn nach dem denkwürdigen Hinspiel am 22. Dezember in der Lokhalle kommt es jetzt bereits wieder zum Duell mit den Baskets, weil der BBL-Spielplan nicht symmetrisch zur Vorrunde ist, als die BG in Berlin startete.

Trinchieri musste raus

Apropos Lokhalle: Dort lieferten die Veilchen den Franken einen bemerkenswerten Kampf. Sieben Minuten vor Schluss führte die BG 80:70 gegen den haushohen Favoriten. Dann meckerte sich Coach Trinchieri mit seinem zweiten technischen Foul raus. Doch aus dem vermeintlichen „Vorteil BG“ wurde ein Nachteil für Göttingen. Bambergs Stars rückten zusammen, gewannen noch 93:86. Für das viele Lob konnte sich die BG jedoch nichts kaufen. Der Bundesliga-Rückkehrer musste Lehrgeld zahlen.

Ein BGer stach in der stimmungsvollen Lokhallen-Atmosphäre heraus: Raymar Morgan! Göttingens „All-Star“ schenkte Bamberg sagenhafte 37 Punkte ein – nur ein Zähler weniger als der Saisonrekord von Ludwigsburgs Kerron Johnson (38 gegen Bonn).

Raymar Morgan

Morgan trifft einen Bamberger wieder, mit dem er beim All-Star-Spiel in Ulm noch zusammen im „Team international“ stand: Bradley Wanamaker (14,5 Punkte pro Spiel), der zum MVP gewählt wurde. Der Baskets-Spielmacher ist der herausragende Akteur neben Topscorer Thompson (15,4 im Schnitt)), Harris, Mbakwe, Strelnieks sowie den Deutschen Theis und Tadda. Von Josh Shipp hat sich Bamberg inzwischen getrennt.

BG-Trainer Johan Roijakkers hat mit Harper Kamp und Alex Ruoff wieder zwei Spieler in Bamberg (mit nur 70 Gegenpunkten die Defensiv-Künstler der BBL) dabei, die beim letzten Vorrundensieg gegen Bayreuth fehlten. „Wir müssen hochkonzentriert ins Spiel gehen und so lange wie möglich versuchen, dagegen zu halten“, sagt der Niederländer. Bamberg stellt derzeit zusammen mit Berlin die beste Heimmannschaft (8:0-Siege), die BG (5:3) das drittbeste Auswärtsteam. (haz/gsd)

Rubriklistenbild: © Foto: zje-/h

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