Basketball-Bundesliga: Im Spiel bei Bayern München sind die Rollen klar verteilt

BG nur Sparringspartner?

Flotter Ballvortrag von Joanic Grüttner: Göttingens Nachwuchstalent zieht an Ulms Tim Ohlbrecht (rechts) vorbei. Der BGer wartete zuletzt immer wieder mit ansprechenden Leistungen auf. Im Hintergrund Veilchen-Center Dennis Kramer (10). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Am vergangenen Sonntag das Topspiel in Bamberg 71:63 gewonnen, am kommenden Samstag im BBL-Pokal-Halbfinale in Ulm – und zwischendurch am Mittwoch (20.30 Uhr) mal eben noch in der Basketball-Bundesliga gegen die BG Göttingen. Sieht so aus, als ob die Veilchen für Gastgeber FC Bayern München nur eine Art Lückenfüller sind in dessen straff durchgetakteten Meisterschafts-, Pokal- und Eurocup-Spielplan. Passend dazu auch: Die Partie zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellendrittletzten steigt zum Ende der Faschings-Saison – am Aschermittwoch ist ja bekanntlich alles vorbei. Hoffentlich wird das Endergebnis nicht allzu närrisch aus BG-Sicht.

Wer in diesem Spiel Favorit ist, muss nicht explizit erwähnt werden. Die Bayern warten mit einem geschätzt mindestens sechsmal so hohen Etat wie die Göttinger (2,7 Millionen Euro) auf, haben ein Team unter der Regie von Cheftrainer Aleksandar Djordjevic, das auf allen Positionen mindestens doppelt gut besetzt ist und haben – die Krönung – in dieser Saison erst ein einziges Mal verloren. Und dies ausgerechnet beim BG-Gegner vom vergangenen Freitag, s.Oliver Würzburg (76:84).

Undankbare Rolle

So könnte es also sein, dass die BGer für die Bayern mehr oder weniger nur ein Sparringspartner sind, um sich auf das Pokal-Final Four am kommenden Wochenende in Ulm einzustimmen. Eine undankbare Rolle für die Veilchen, für die es im Audi-Dome vor allem darum geht, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen und nicht mit einer fürchterlichen Klatsche und hängenden Köpfen in die dann wieder anstehende zweieinhalbwöchige Pause zu gehen. Diese zweite längere (und unsägliche) Saison-Unterbrechung gibt es, weil nach dem Pokal-Wochenende auch noch das zweite Länderspiel-Wochenende (23. bis 26. Februar) ansteht. Von der BG ist Dominic Lockhart für die WM-Qualifikationsspiele gegen Serbien und in Georgien nominiert. Erst danach beginnen für die Veilchen die achteinhalb „Wochen der Wahrheit“ mit dem „Abstiegs-Endspiel“ gegen Tübingen am 3. März.

Zumindest ein BGer hat noch gute Erinnerungen an das Hinspiel gegen München. Brion Rush packte beim achtbaren 72:78 sieben Dreier aus, kam auf starke 35 Zähler und einen Saisonrekord, den erst Ex-Bayern-Hüne John Bryant (jetzt Gießen) vor Kurzem mit 38 Punkten knackte.

Noch immer wird bei der BG nach dem Abgang von Evan Smotrycz über einen neuen Spieler spekuliert. Doch konkret scheint derzeit nichts zu sein. BG-Chef Frank Meinertshagen: „Ich hoffe, dass wir noch jemanden verpflichten. Es gibt noch nichts Spruchreifes.“

Zwei Tests geplant

Nach dem Match in München gibt Trainer Roijakkers fünf Tage frei. Für die Pause sind zwei Tests gegen Zweitliga-Spitzenreiter Vechta (zuhause) und erneut in Würzburg geplant.

Schlusswort von BG-Coach Roijakkers: „München spielt den besten Basketball in der Liga. Bayern ist extrem tief besetzt und viele Spieler können mehrere Positionen spielen, was es schwer für uns macht, sie zu verteidigen. Wir müssen so lange dagegenhalten, wie es geht.“ Schaun mer mal! (haz/gsd-nh)

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