Basketball-Bundesliga Männer

7 Spiele in 28 Tagen: Mammutprogramm der BG Göttingen geht weiter

Auf und davon mit dem Ball: Göttingens Haris Hujic (am Ball gegen Braunschweigs Brandon Tischler) hat es derzeit aber nicht einfach, sich im BG-Team zu etablieren.
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Auf und davon mit dem Ball: Göttingens Haris Hujic (am Ball gegen Braunschweigs Brandon Tischler) hat es derzeit aber nicht einfach, sich im BG-Team zu etablieren.

Überraschungs-Spitzenreiter Bonn hatte neunmal in Folge gewonnen, die BG Göttingen fünfmal. Jetzt gingen beide Serien zu Ende.

Göttingen – Bonn unterlag bei den starken Crailsheimern, die Veilchen kassierten die dritte Heimniederlage beim 85:93 ausgerechnet gegen den Niedersachsenrivalen Braunschweig – ein Derby, in dem es auch immer ums Prestige geht.

Und jetzt stehen dem Team von Coach Roel Moors mit dem kleinen Kader auch noch zwei harte englische Wochen bevor.

„Das werden zwei sehr schwere Wochen“, sagte der Belgier nach dem Braunschweig-Spiel. Beginnen wird die Serie von sieben Spielen in 28 Tagen mit drei Auswärtspartien in Folge. Schon am Mittwoch steht in Bayreuth das erste der beiden Nachholspiele an. Das Match vom zweiten Spieltag war nicht wegen Corona verlegt worden, sondern weil die Oberfranken international aktiv waren.

Nach dem Spiel in Gießen am nächsten Samstag (8.1.) wird am übernächsten Mittwoch (12.1.) die abgesagte Partie in Chemnitz nachgeholt. Trainer Moors passt diese Ansetzung überhaupt nicht: „Ich bin damit nicht einverstanden. Sie hat Einfluss auf unser Heimspiel gegen Frankfurt.“ Die BG konnte wenigstens noch erwirken, dass die Begegnung in der „Messe Chemnitz“ von 20.30 auf 19 Uhr vorverlegt wurde. Weitere Spiele im Januar steigen gegen Frankfurt (letztes Hinrundenspiel am 15.1.), in Weißenfels (23.1.) und gegen Heidelberg (29.1.).

Nach dem Braunschweig-Match fand Moors deutliche Worte: „Heute hab’ ich mein Team nicht gesehen. Wir hatten einen falschen Rhythmus in der Offensive, haben als Team zu wenig kreiert. Die Frage ist jetzt: Wie reagieren wir darauf?“ Die Antwort sei, so Moors, „sehr einfach: Alles anders machen“.

Eine Erklärung für die vierte Saisonpleite lag auch darin, dass Braunschweig für seinen verletzten Anführer Robin Amaize spielte, aus dessen genauer Verletzung die Löwen ein Geheimnis machen. Der Ex-BGer Benedikt Turudic hielt sogar demonstrativ dessen Trikot mit der Nummer 21 in die Kamera. „Nach dem Ausfall von Amaize hatte Braunschweig einen anderen, einen Extra-Fokus. Das war natürlich derselbe Effekt wie bei uns“, meinte Moors in Bezug auf die Abgänge von Dickey und Bryant Anfang Dezember. Danach rückten bei der BG alle noch ein Stück mehr zusammen – und nach der Heimniederlage gegen München begann die bekanntlich fünf Spiele umfassende Siegesserie. Ein goldener Dezember!

„Uns haben Energie und Kraft gefehlt“, blickte auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen noch kurz zurück. Der kleine Kader dürfe aber nicht als Entschuldigung herhalten. Aber auch er weiß natürlich: „Die Größe ist nicht optimal.“ Eventuelle Neuzugänge sind aber weiterhin noch nicht in Aussicht“, so Moors.  (haz/gsd)

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