Basketball

Starke BG Göttingen  löst Ticket fürs Pokal-TOP FOUR

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Dribbling-Duell: Der nachverpflichtete BGer Galen Robinson zieht energisch an Vechtas Robin Christen vorbei.

Damit hatten wohl nur die größten Optimisten gerechnet! Durch einen 99:87 (62:38)-Sieg bei Gastgeber SC Rasta Vechta löste die BG Göttingen schon nach dem zweiten Spiel im BBL-Pokal das Ticket für das TOP FOUR-Turnier in München, das wegen diverser Corona-Fälle zeitlich verlegt wurde.

Mehr als eine Halbzeit spielten die Veilchen im leeren Rasta-Dome fast wie aus einem Guss, ehe sie zum Ende nur noch im Verwaltungs-Modus agierten und den sehr starken Eindruck aber nicht unbedingt trübten.

„Man of the Match“ war bei den BGern einer, mit dem eher nicht zu rechnen war: Mathis Mönninghoff, der erst in der Vorbereitungsphase nachträglich noch einen Vertrag bekam. Der Ibbenbürener traf seine sechs Dreier (den ersten zur 3:0-Führung) traumwandlerisch und legte noch einen Zweier obendrauf – das machte 100 Prozent Trefferquote! „Das hat ‘ne Menge Spaß gemacht“, lächelte Mönninghoff bei MagentaSport in die Kamera. „Wir haben dann aber im Kopf abgeschaltet. Das darf uns nicht passieren“, äußerte er zu Recht auch Selbstkritik. Mit 22 Punkte stellte Mönninghoff auch noch einen persönlichen Rekord auf und übertraf die 20 Zähler, die er am 3. Oktober 2013 für TBB Trier warf – übrigens auch in Vechta!

Mönninghoff war aber nicht der einzige BGer, der am Samstag einen Sahne-Abend erwischte. Aubray Dawkins fing superstark an, versenkte ebenfalls drei Dreier in der ersten Halbzeit, in der er 15 seiner 17 Zähler markierte. Im zweiten Viertel kam dann der Brite Luke Nelson aus dem Gebüsch, traf (unter anderem aus neun Metern) vier Dreier in Folge, sodass der Göttinger Vorsprung auf für Vechta bedrohliche 30 Punkte (58:28) anwuchs. Nelson gelang mit 17 Punkten und zehn Vorlagen auch noch ein „Double-Double“. Die Veilchen brannten ein Offensiv-Feuerwerk ab, das seinesgleichen suchte. Sie spielten wie entfesselt auf, tüteten die Rastamänner geradezu ein. Kurz vor der Pause steuerte Jorge Gutiérrez noch sieben Punkte in Folge bei. 62:38 zur Halbzeit – eine schier unglaubliche Führung für das Team von Coach Roel Moors.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ es die BG nach dem Wechsel aber geruhsamer angehen. Moors gab allen Spielern Einsatzzeiten, verzichtete auf Gutiérrez. Nach 30 Minuten lagen die Veilchen immer noch mit 81:58 vorn, doch Vechta wollte sich nicht so aus der eigenen Halle schießen lassen. Vor allem der Ex-Bremerhavener Will Vorhees schenkte der BG einen Punkt nach dem anderen ein (insgesamt 27). So kam Rasta tatsächlich noch einmal auf acht Zähler (83:91) heran. Aber das Moors-Team behielt den Kopf oben, fuhr nach dem 79:64 gegen Frankfurt den zweiten Sieg ein und löste die Fahrkarte nach München. 

BG: Weidemann 4, Nelson 17/davon 5 Dreier (10 Assists), Gutierrez 11, Vargas 3/1, Kramer 7, Omuvwie, Odiase 6 (7 Rebounds), Mönninghoff 22/6, Jackson, Dawkins 17/3, Robinson 10, Turudic 2 

Vechta: Peno 18/1, Hasbargen 4, Young 6, Salumu 12/1, Herkenhoff 4, J. Hundt 2, Barnett 10/2, Rohwer 2, Christen, Vorhees 27/1 (9 Rebounds), Clifford 2.   gsd

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