Basketball-Bundesliga: Aufsteiger Baskets Würzburg zuhause noch ohne Niederlage

BG bei starkem Rückkehrer

Applaus, Applaus! Johan Roijakkers war nach dem ersten Heimsieg gegen Bonn zufrieden und klatschte in die Hände. Ob er dazu auch am Samstag nach dem Spiel in Würzburg allen Grund hat, wird um etwa 22.15 Uhr feststehen. Foto: dpa

Göttingen. Ist jetzt nach dem lang ersehnten ersten Heimsieg gegen Bonn auch mal auswärts eine Überraschung für die BG Göttingen drin? Dass das Auswärtsspiel bei den s.oliver Baskets Würzburg zur Kategorie „überaus schwierig“ zählt, muss wohl nicht besonders betont werden. Der Aufsteiger und Bundesliga-Rückkehrer zählt zu den Überraschungsteams dieser Saison, steht als Tabellenfünfter mit 14:4-Punkten sehr gut da. Da versteht sich ebenso von selbst, dass die Veilchen allenfalls als Außenseiter in die Partie gehen.

Die von Doug Spradley (früher Paderborn, Bremerhaven) gecoachten Mainfranken haben ihre vier Heimspiele bislang gewonnen. Allerdings waren mit Gießen, Hagen, Bayreuth und Bremerhaven (glücklich nach zweistelligem Rückstand) nur Teams aus der unteren Tabellenhälfte darunter. Aufhorchen ließen dagegen die Erfolge in Ulm, beim derzeitigen Ausnahmeteam Frankfurt und in Tübingen. Niederlagen setzte es in Bonn und in Braunschweig, wo es im letzten Spiel die einzige „richtige Reibe“ (52:73) gab.

Baskets ausgeglichen besetzt

Coach Spradley hat ein sehr dicht besetztes Team zusammen. Vier Spieler trafen bisher zweistellig, mit Center Brendan Lane an der Spitze (16,3/8 Rebounds) vor dem Ex-Braunschweiger Dru Joyce (13,1/7 Vorlagen), Lamonte Ulmer (12,2) und Cameron Long (10,2). Dahinter folgen mit dem Ex-Bamberger Maurice Stuckey, Seth Tuttle und 113-Kilo-Schwergewicht William Coleman drei Akteure mit im Durchschnitt gut neun Punkten, was die Ausgeglichenheit der Mannschaft unterstreicht.

Im Schnitt wirft Würzburg 83,5 Punkte pro Spiel, ist damit Liga-Fünfter, die BG kommt derzeit nur auf 72,7 Zähler. Bei weiteren statistischen Vergleichswerten sind die Baskets knapp vorne. Liga-Spitze bleiben die Veilchen bei den Freiwürfen: Fast 85 Prozent verwandeln Kapitän Godbold & Co.

Der Sieg gegen Bonn hat bei der BG zur Stabilisierung des Selbstbewusstseins beigetragen. Harper Kamp ging erneut mit bestem Beispiel voran, Godbold zeigte wieder Führungs-Qualitäten und Terrell Everett erwies sich nicht mehr nur als der von einigen Fans als „Gummitänzer“ bezeichnete Neuzugang, sondern als mannschaftsdienlicher Vorbereiter und auch Scorer.

Stark in der Offensive

BG-Coach Roijakkers zeigt großen Respekt vor Würzburg: Lane und Coleman sind zwei absolute ,big men‘ und Dru Joyce kann ein Spiel allein entscheiden. Und Doug Spradley ist ein Super-Coach, der sein Team gut rekrutiert hat. Das Team ist sehr athletisch in Kombination mit Spielern, die alle gute Entscheidungen während des Spiel treffen können“, so Roijakkers weiter. „Jeder Akteur kann heiß laufen, was Würzburg zu einem der besten Offensiv-Teams der Liga macht.“ (haz/gsd) Foto:  nh

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