Basketball-Bundesliga: 88:94-Niederlage nach Verlängerung

Starkes Comeback der BG Göttingen  unbelohnt

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Aller Zusammenhalt half nichts: Göttingens Trainer Johan Roijakkers bei einer Auszeit mit seiner Mannschaft. 

Bremerhaven – Die BG Göttingen ist den Abstiegsplätzen in der Basketball-Bundesliga wieder ein Stück näher gekommen.

 Bei den Eisbären Bremerhaven gab es vor 6698 Zuschauern nach Verlängerung eine 88:94 (81:81, 29:44)-Niederlage. Die Fans sahen zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Die Veilchen verpennten einmal mehr das erste Viertel, kamen nach der Pause stark zurück, verschenkten den Sieg aber in der Overtime.

Prominenter Beistand für die Veilchen saß auf der Tribüne: John Stockton hatte sich mit dem Auto seines Sohnes Michael auf den Weg in die Bremer ÖVB-Arena gemacht. Zudem feuerten knapp 100 Fans die Veilchen an.

Dominic Lockhart brachte die BG per Freiwurf in Front, Stockton junior sorgte für das 3:2. Doch das war’s erstmal. Die Göttinger versemmelten ein halbes Dutzend Dreier-Versuche, während sie auf der anderen Seite für die Eisbären fielen wie reife Früchte. Bleck netzte zwei Dreier ein, dann Turner  zwei und auch Spielmacher Chris Warren durfte nicht fehlen. Die BGer wussten manchmal gar nicht, wie ihnen geschah. Für sie war der Bremerhavener Angriffswirbel zu schnell. Nach den ersten zehn Minuten hieß es 30:12 – schon ein Klassenunterschied.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts geriet die BG beim 12:34 mit 22 Punkten in Rückstand. Nach zwölfeinhalb Minuten traf Derek Willis endlich den ersten Göttinger Dreier. Doch auch dies verlieh dem BG-Auftritt keinen neuen Impulse. Immerhin konnten die Gäste die Partie nun zumindest etwas offener gestalten. Coach Roijakkers nahm seine zweite Auszeit, danach netzte Willis seine zweiten Dreier zum 22:40 ein.

Bis zur Pause gingen die Teams dann hauptsächlich an die Freiwurflinie, der Spielfluss war in dieser Phase weitestgehend dahin. Das zweite Viertel hatten die Veilchen zwar mit 17:14 gewonnen, doch der Rückstand hatte sich zur Halbzeit auf 15 Zähler eingependelt. Die BG vermochte in weiten Phasen der Partie schlicht nicht mitzuhalten. Das Pausen-Scouting sprach bis dahin Bände: 21:11 Rebounds für Bremerhaven, 9:2 Assists, eine unterirdische Dreier-Quote von nur 13 Prozent (2 von 13).

Die zweite Halbzeit konnte nur besser werden. Sie startete mit vier Zählern von Derek Willis, Eisbären-Coach Michael Mai reagierte mit einer Auszeit, doch Mihajlo Andric brachte den Rückstand auf unter zehn Punkte (35:44) – wie auch Dennis Kramer und erneut Willis. Dank eines 13:0-Laufes bekam die BG jedoch noch einmal die zweite Luft und war nach 30 Minuten auf 59:61 herangekommen.

Weil Stockton das Spiel übernommen hatte! ZehnZähler in Folge und noch fünf anschließend im letzten Viertel! Das Spiel hatte sich total gedreht. Und es wurde in den letzten Minuten zur Nervenschlacht! Die BG war 73:68 vor, konnte diesen Vorsprung aber nicht halten. Zwar lagen die Veilchen nochmals mehrfach vorn, doch Andric konnte nach 40 Minuten noch das 81:81 retten. Verlängerung!

In der kassierte Stockton ein Technisches Foul, Bremerhaven ging dank Warren und Moore wieder in Front. Die Gastgeber waren am Ende nervenstärker. Coach Roijakkers: „Kompliment an mein Team. Wir haben stark gekämpft.“ gsd

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