Starkes Zeichen an die Liga

2. Basketball-Bundesliga: BG Göttingen siegt gegen Gießen 99:73

Topscorer unter sich: Dominik Spohr (mit Ball) schaffte an alter Wirkungsstätte 17 Zähler für die BG, Benjamin Lischka war Gießens bester Werfer mit 19 Punkten. Im Hintergrund David Godbold. Foto: zje

Gießen. Mit dem starken 99:73 bei den Gießen 46ers hat die BG Göttingen ihren Anspruch auf Platz eins in der 2. Basketball-Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Dass sie im Duell der beiden Traditionsklubs so dominant auftreten würde – damit war im Vorfeld der Partie nicht zu rechnen.

„Wir haben sehr gut und sehr konzentriert gespielt“, war sogar der sonst so nüchterne BG-Coach Johan Roijakkers fast total zufrieden. „Vor allem haben wir gut zusammen gespielt.“ In der Tat: Die Ball-Zirkulation war teilweise beeindruckend. Gießen kam manchmal in seiner Abwehr kaum hinterher. Außerdem hatte Roijakkers sein Team offenbar richtig heiß gemacht: Die Verteidigung agierte sehr aufmerksam, kam immer wieder zu Ballgewinnen. Und vorne lief der Ball wie erwähnt prima durch die Reihen.

Auffällig: Während Alex Ruoff, der wieder einen guten Abend hatte und am längsten spielte (30:09 min.), kamen acht(!) weitere BGer auf Einsatzzeiten von plus/minus 20 Minuten. Ein erneutes Indiz für die Tiefe des Kaders! So kam für die BG eine hohe Neuner-Rotation zustande – da kann kaum ein anderer Zweitligist mithalten.

„Für uns war das hoffnungslos“, gestand Gießen-Coach Dennis Wucherer, der fast durchweg ruhig am Spielfeldrand stand und ansehen musste, wie sein Team von den Veilchen auseinandergenommen wurde. „Göttingen hätte hier auch mit 50 Punkten Unterschied gewinnen können“, räumte Wucherer ein. Dass es am Ende „nur“ 26 Zähler Differenz waren – geschenkt. Und ebenso, dass der 100. Punkt nicht mehr fiel. Dabei hatten selbst die 46ers-Fans bei der Gießener Rekordkulisse von 2589 Zuschauern wie zuvor schon die über 100 Veilchen-Anhänger gefordert: „Wir woll’n die 100 sehen!“

Spohr trifft alle fünf Dreier

Zu den drei BGern mit je 17 Zählern gehörte auch Dominik Spohr. Der Ex-Gießener musste an alter Wirkungsstätte viele Hände schütteln und wusste, wo in der „Sporthalle Ost“ die Körbe hängen. Fünf von fünf Dreiern (von insgesamt 14 der BG) – stark! Zudem scheint der Hagener immer mehr die „Energizer“-Rolle von Nick Livas zu übernehmen. Spohr: „Wir haben gut verteidigt, vorn unser Ding durchgezogen und eine gute Leistung gezeigt.“

Den nächsten Schritt zur Team-Integration machte auch Neuzugang „AT“ Majok. Sechs Punkte und acht Rebounds – dafür hat Roijakkers den 2,08-m-Riesen mit den Kraken-Armen geholt. Auch der zuletzt kritisierte Jermain Raffington ist eindeutig wieder im Aufwärtstrend. Und selbst der zuletzt kaum berücksichtigte Marc Liyanage durfte mal wieder 5:33 Minuten aufs Feld. Der Hamburger: „Das war mal eine Ansage an die Liga: Mit uns ist weiter zu rechnen!“ (haz/gsd)

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