Basketball: Göttinger Bundesligist kehrt (fast) wieder zu seinem alten Namen zurück

Statt MEG jetzt wieder BG

Ende eines Sponsorings: BG hat die MEG verdrängt.   Montage: Köb erich

Göttingen. MEG adé, BG olé! Basketball-Bundesligist Göttingen, der ein dreiviertel Jahr lang mit dem vorangestellten Kürzel „MEG“ des inzwischen insolventen und ehemals gleichnamigen Kasseler Versicherungsspezialisten firmierte, heißt ab sofort wieder „BG“. Auf den früheren Zusatz „74“, der für das Gründungsjahr 1974 steht, wurde verzichtet - er bleibt weiter dem „eingetragenen Verein“ (e.V.) vorbehalten, der gleichzeitig einer der mittlerweile nur noch vier Gesellschafter der wirtschaftlichen Trägergesellschaft „starting five GmbH“ („s5“) ist.

Der Vertrag über das Namenssponsoring wurde bereits im Dezember 2009 aufgelöst. Kommuniziert wurde der Vorgang aber erst jetzt, nachdem das Insolvenzverfahren über die MEG AG eröffnet worden ist. Zwischen der insolventen MEG AG und den „Veilchen“ gebe es jetzt keine gegenseitigen Verpflichtungen mehr, erklärte „s5“-Geschäftsführer Marc Franz gestern. Mit Fritz Westhelle, Insolvenzverwalter der MEG AG, wurde die Trennung der beiden bisherigen Partner abgewickelt.

Franz und Ulli Frank, Ex-Nationalspieler und Gesellschafter der „s5“, sehen die neue Entwicklung als „Zwischenlösung“. Die Basketball-Bundesliga würde einen potentiellen neuen Namenssponsor noch für die laufende Saison erlauben. Realistisch erscheint neuer Namenszusatz aber erst für die kommende Spielzeit.

„BG ist sexy!“

ex-nationalspieler ulli Frank

Natürlich verhehlte Geschäftsführer Franz nicht gewisse Sorgenfalten. Die durch die Insolvenz der MEG AG entstandene Finanzlücke dürfte längst nicht vollständig geschlossen sein. Nachdem MEG nun endgültig weg ist, dürfe man aber über die Rückgewinnung von Sponsoren nachdenken, die vor der Saison abgesprungen waren. Franz: „Vielleicht gibt es das erste Comeback schon am Sonntag.“

Er betonte weiterhin, dass man sich der Basketball-Tradition der Stadt und den eigenen Wurzeln sehr verbunden fühle. Das wolle man mit der Rückkehr zu BG zeigen.

Auch Fan-Klubchef Hartmut Niemann sieht die Rückkehr zum alten Namen positiv: „Alle Fans sind darüber glücklich.“ Natürlich erfolgte der Namenswechsel erst jetzt auch aus wirtschaftlichen Gründen: Das Weihnachtsgeschäft mit den alten Fan-Artikeln wollte man noch mitnehmen.“ Doch jetzt heißt´s eben wieder: Let´s go, BG! (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.