Staudenmayer: „Göttingen ist ein belebender und stabiler Standort“

Inmitten von Dutzenden von Kindern: Jens Staudenmayer (Leiter Sport der Beko BBL) beim Mini-Turnier der BG 74 Göttingen in der FKG-Halle. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Beim größten europäischen Basketball-Mini-Turnier wurde die Bundesliga durch Jens Staudenmayer vertreten, der seinen Klub TuS Mondorf (bei Bonn) coachte. Die HNA sprach mit dem Leiter Sport der Beko-BBL, die zusammen mit dem Deutschen Basketball-Bund als Schirmherr fungierte.

Soweit das jetzt schon zu beurteilen ist – wie sehen Sie das Göttinger Mini-Turnier unter der neuen Führung mit Manfred Ude, nachdem sich Wessel Lücke nun zurückgezogen hat? 

Jens Staudenmayer: „Dass ein solcher Zeitpunkt irgendwann kommen würde, war allen klar. Und bei Manfred Ude liegt die Veranstaltung ebenfalls in besten Händen. Die Zusammenarbeit im Vorfeld war angenehm und entspannt, sehr konstruktiv, wie wir das auch von Wessel Lücke gewohnt waren. Ich kann keinen großen Unterschied ausmachen.“

Wie äußert sich das Engagement der BBL beim Turnier, welche Wirkungen hat es? 

Staudenmayer: „Wir haben als Profiliga ein großes Interesse daran, dass es eine breite Basis von Basketball-spielenden Kindern gibt. Insofern freut es uns, dass der Verband im vergangenen Jahr erstmals mit die Schirmherrschaft übernommen hat und sich in Göttingen engagiert.“

Das Basketball-Fachmagazin BIG hat Sie zusammen mit dem bisherigen Quakenbrücker Geschäftsführer Alexander Meilwes als einen der Kandidaten für die Nachfolger des scheidenden BBL-Geschäftsführers Jan Pommer genannt. Was können Sie dazu sagen? 

Staudenmayer: „Da ich die gleiche Zeitung lese wie Sie, habe ich das auch zur Kenntnis genommen.“

Wie ist der Stand der Dinge in Sachen des Wildcard-Verfahrens? Nach dem Rückzug der Artland Dragons und der Rückkehr von Gießen und Würzburg fehlt ja derzeit noch die 18. Mannschaft in der Bundesliga. 

Staudenmayer: „Dass Crailsheim Interesse an einer Wildcard bekundet hat, ist hinlänglich bekannt. Ob bis zur Deadline am 16. Juni ein weiterer Interessent hinzu kommt, ist offen. Auf der nächsten AG-Sitzung in Braunschweig Anfang Juli werden dann die Klubs darüber befinden, an wen die Wildcard gehen soll.“

Wird die Bundesliga demnächst verkleinert – die Topklubs machen sich ja angesichts der internationalen Termine dafür stark? 

Staudenmayer: „Aktuell wünscht sich die Mehrheit der Vereine eine 18er-Liga. Bei der Thematik geht es aber nicht ausschließlich um die Top-Klubs. Vielmehr drohen uns in der Saison 2017/18 die von der FIBA propagierten und einzuführenden Nationalmannschafts-Fenster während der Saison. Dies stellt unsere Organisation, aber auch die Klubs und die Spieler vor Herausforderungen. Das Jahr hat nun einmal nicht mehr als 365 Tage.“

Wie hat die BBL Aufsteiger und Erstliga-Rückkehrer BG Göttingen wahrgenommen? 

Staudenmayer: „Sehr professionell. Das neue Management macht einen bemerkenswert guten Job, die Zuschauerzahlen waren top - und der Erfolg war in Relation zum vorhandenen Budget sicherlich überdurchschnittlich gut. Bleibt zu hoffen, dass die Göttinger Erwartungshaltung nicht allzu sehr in die Höhe schnellt. Da muss man realistisch bleiben. Es war für die BG eine Saison am Optimum. Aber Göttingen ist ein belebender und stabiler Standort.“

In Göttingen wird jetzt die für die übernächste Saison vorgeschriebene Trainingshalle gebaut. Wie sieht es an anderen, mit Göttingen vergleichbaren BBL-Standorten diesbezüglich aus? 

Staudenmayer: „Die Verantwortlichen kann man dazu nur beglückwünschen, die Trainingsbedingungen werden dann deutlich besser sein und auch dem Nachwuchsleistungs-Basketball einen Schub geben. Göttingen ist damit sehr gut positioniert und gut aufgestellt.“

Wie sehen Sie die inzwischen erhöhte mediale Aufmerksamkeit der BBL? 

Staudenmayer: „Die Beko BBL hat lange dafür gearbeitet, eine solche Bewegtbild-Situation hinzubekommen. Auf Beko-BBL.TV sind alle Spiele live und in HD zu empfangen, zudem berichten die Öffentlich-Rechtlichen ausführlich über die Liga. Nicht zu vergessen SPORT1, das 48 Begegnungen live im Free-TV ausstrahlt. Wir können mit der medialen Aufmerksamkeit sehr zufrieden sein. Wie sich das im Detail darstellt, werden wir nach der Saison analysieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.