2. Basketball-Bundesliga: Letzte sieben Vorrundenspiele bedürfen voller Konzentration

BG steht zum „Disco-Trio“

Der US-Grieche als „Energizer“: Nick Livas in stabiler Kurvenlage gegen Heidelbergs am vergangenen Samstag blassen Topscorer Devin White (r.) und Ayron Hardy (l.). Hinten der BGer Ramon Harris. Foto: zje

Göttingen. Seit der Insolvenz der „alten“ BG Göttingen war das Management der „neuen Veilchen“ unter dem Dach der „Pro Basketball Göttingen GmbH“ bemüht, für ein positives Klima und gutes Image zu sorgen.

Was bislang auch prima geklappt hatte. Bis es nun wohl den ersten „Fleck“ gegeben hat mit der angeblichen „Disco-Prügelei“ von drei BG-Spielern nach dem Sieg in Leipzig am 1. Februar in einem stadtbekannten Etablissement. Ein 39-Jähriger hatte das Disco-Trio angezeigt.

„Es gibt jetzt ein Ermittlungsverfahren“, sagte Andreas Buick, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gestern. „Das heißt nicht, dass an der Sache etwas dran ist. Die Polizei vernimmt aber dazu Zeugen, um Licht ins Dunkel zu bringen, was vier Wochen dauern kann.“

Die BG hält das Thema klein. „Von uns gibt es dazu keine Pressemitteilung“, meinte Vertriebsleiterin Anna Jäger gestern. Sie merkte dazu weiter an, dass über den Geschädigten ein Persönlichkeits-Gutachten angefertigt werden solle. Auch Polizeisprecherin Jasmin Kaatz hatte am Sonntag bereits gesagt, dass „das Opfer nicht ganz unbefleckt“ sei.

Sportlich stramm auf Kurs

Ungeachtet der dem BG-Image eher abträglichen „Disco-Affäre“ bleibt das Team von Trainer Johan Roijakkers sportlich stramm auf Kurs Playoffs. Zwar fallen den Veilchen die Erfolge nicht mehr so „leicht“ wie in der Vorrunde (zwölf Siege, drei Niederlagen), doch einer der ersten acht Plätze, die zur Teilnahme am Viertelfinale berechtigen, kann mit dem neunten Heimsieg am kommenden Samstag gegen Aufsteiger Gotha endgültig klar gemacht werden. Damit wäre das in der Saisonanfangsphase von der BG selbst gesteckte Ziel erreicht.

Voller Konzentration bedarf es indes, auch die Rückrunde (bisher fünf Siege, drei Niederlagen) so erfolgreich zu gestalten, dass man sich einen der ersten vier Ränge sichern kann, der im Playoff-Viertelfinale das Heimrecht in einem entscheidenden Spiel garantiert. Den derzeitigen zweiten Platz zu halten (oder sogar noch wieder Spitzenreiter Vechta hinter sich zu lassen), wäre wichtig, um dieses Heimrecht auch in einem eventuellen Halbfinale zu haben.

Sicher: Das ist ein Vorgriff auf die Zukunft bis zur letzten Vorrundenbegegnung am 30. März (Ostersamstag) gegen Kirchheim. Aber Planung und Strategie sind im Profi-Sport wichtige Faktoren!

Stark, als es darauf ankam

Gegen Heidelberg klappte der „Game-plan“ der BG gerade noch so eben. „Göttingen hatte ,big plays‘ zu ,big times‘“, wie Gästecoach Tony Garbelotto anerkennend zu seinem Freund Roijakkers meinte. Frei übersetzt: Die BG war dann (nerven-)stark, als es darauf ankam!

Interessant wird jetzt sein, wie und ob die Veilchen die drei hohen Auswärtshürden Karlsruhe, Chemnitz und Cuxhaven erfolgreich nehmen können. Zweimal sind sie bei Top-Teams bisher gescheitert: In Vechta (68:100) klar, in Düsseldorf (59:60) knapp. Kann die BG auswärts jetzt noch zulegen? (haz/gsd-nh)

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