Basketball-Eurocup: Vier Faktoren für ersten Zwischenrunden-Sieg verantwortlich

BG sticht erst am Ende zu

Der Raketenmann als Strahlemann: „Feier-Biest“ Mike Scott stimmte die Göttinger Fans nach dem Spiel mit der Welle ein. 2 Fotos: Jelinek

Göttingen. „Von hinten sticht die Biene“ lautet ein alter Schnack. Ähnlich war es am Dienstagabend beim ersten Zwischenrundenspiel im Basketball-Eurocup bei der BG Göttingen. Erst durch einen energischen, konzentrierten Schlussspurt, verbunden mit einigem Glück, fuhren die Veilchen den 75:71-Sieg gegen Le Mans Sarthe ein - nach einer „Verlängerung“.

Zum dritten Mal gab es am Ende eine Zeit-Panne. Le Mans-Coach John-David Jackson hatte nach Dwayne Andersons Freiwürfen zum Endstand 12,8 Sekunden vor Ende eine Auszeit beantragt. Doch die Schiris nahmen die dröhnende, nicht zu überhörende Sirene nicht wahr. Hatten sie Tomaten in den Ohren? Die Zeit lief ab, wurde aber nach Jacksons Protest „nachgespielt“. „Respektvoll von der BG“, lobte Jackson. Glücklicherweise passierte aus BG-Sicht nichts mehr.

Kleine Rotation, starke Vier

Auch wenn es bei den „Euro-BGern“ längst nicht alles rund, sondern 30 Minuten eher stockend lief, gab es vier Sieges-Faktoren:

Rebounds: Schwach bei der BG in der ersten Halbzeit (14:25), stark in der zweiten (19:8).

Freiwürfe: 35 Minuten lang traf Le Mans sagenhafte 100 Prozent! In der „Crunch Time“ (heiße Phase) versemmelten Spielmacher Marc-Antoine Pellin und der Brasilianer Joao Paulo Batista dann aber die vier entscheidenden Würfe von der Linie. Die BG verwandelte dagegen ihre durch Anderson und Scott, als es darauf ankam. Die Veilchen mit Nerven wie Drahtseile!

Siebener-Rotation: Weil Michael Meeks, Adam Waleskowski und Louis Dale (neben den nicht eingesetzten Tetzner und Raffington) nicht ins Spiel fanden, beschränkte sich Coach Patrick auf eine ungewohnt kleine Rotation mit nur sieben Akteuren. Äußerst kräftezehrend, aber effektiv.

Starkes Quartett: Mike Scott glänzte mit 27 Punkten, traf elf von elf Zweiern und alle fünf Freiwürfe. Jason Boone wühlte sich unterm Korb zu 16 Punkten. Anderson startete schwach, steigerte sich aber enorm. Zwei wichtige Dreier zum 52:54, mental stark bei den letzten Freiwürfen (6 von 6 getroffen) zum Sieg! Trent Meacham hatte „keinen guten Wurf-Tag“ (Patrick), steuerte aber zehn Assists bei.

„Einige Spieler haben gut aufgedreht“, lobte Patrick seine spielende „Mini-Kombo“. „Die eine Woche Spielpause hat sich das Team wirklich verdient. Aber es gibt nur einen Tag frei.“ Wegen des All-Star-Tags in Trier ist am Wochenende frei. Das nächste (Eurocup-)Spiel steigt am Dienstag in Dnjepropetrowsk gegen Budivelnik Kiew (Ukraine) - inklusive Abenteuer-Anreise. (haz/gsd)

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