Basketball-Bundesliga Männer: Neue US-Boys jetzt im Training bei der BG Göttingen

Stockton ist der neue Kapitän

BG-Trainer Johan Roijakkers (rechts) mit einem „alten“ und fünf neuen Amerikanern: Von links Evan Smotrycz, Darius Carter (alt), Wesley Saunders, Michael Stockton, Brion Rush und Paul Watson. Foto: zje/gsd

Göttingen. Später Montagnachmittag im Trainingszentrum. Ein Dutzend Bälle werden von den Spielern von Basketball-Bundesligist BG Göttingen durch die neue Halle geprellt. Nachdem die neuen Amerikaner Ende vergangener Woche einflogen, hat nun die Vorbereitung auf die Saison begonnen.

„Wir müssen jetzt die Kondition aufbauen, die Spieler müssen sich kennenlernen und die Art und Weise lernen, wie wir spielen“, sagt Trainer Johan Roijakkers. Aber auch er weiß: „Das dauert!“ Vergangene Saison waren es Monate.

„Die Jungs wollen lernen“, spricht Roijakkers über seinen ersten Eindruck. „Sie passen menschlich gut zusammen“, glaubt er schon ausgemacht zu haben – und verrät auch schon: „Michael Stockton ist unser neuer Kapitän!“ Schon ein erster Ritterschlag für den Sohn von NBA-Legende John Stockton. Gewählt oder bestimmt? „Ich habe das bestimmt“, lächelt der Holland-Coach. Dürfte keine schlechte Entscheidung sein. Stockton kennt Deutschland schon aus Zweitliga-Zeiten in Karlsruhe und einem Ludwigsburg-Engagement. „Ich spreche ein bisschen deutsch, habe es aber zwei Jahre nicht gemacht“, sagt der Mann aus Spokane (US-Bundesstaat Washington). Dort lebt jetzt auch wieder Jenn Kerns, die bei den BG-Frauen spielte. „Sie ist jetzt Polizistin“, verrät Stockton. Und sein Vater? „Der chillt ab“, sagt er über seinen berühmten Dad.

Mit dem zuletzt verpflichteten Paul Watson hat die BG jetzt auch eine neue Nummer 1 – laut Rücknummer. Eigentlich wollte er die „3“, weil das seine erste Nummer in einem Team überhaupt war. Aber die war jetzt durch Dominik Lockhart schon belegt. „Alles eine große Umstellung hier“, gibt Watson zu.

Wesley Saunders fühlt sich schon „wie zuhause“. Der Mann aus LA: „Wir müssen jetzt eine gute Teamchemie aufbauen. Wir haben talentierte Spieler. Und ich will schnell deutsch lernen.“ Brion Rush kennt Deutschland schon aus einem halben Jahr Ulm. Wie Stockton & Co. findet er das Trainingszentrum „unglaublich. Wenn du hier nicht in Form kommst, dann nirgendwo. Wir haben gute Jungs und gute Charaktere.“ Ganz aufgeregt ist auch einer der deutschen Neuzugänge: Dennis Kramer wird in diesen Tagen zum zweiten Mal Papa! (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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