BG-Ladies: Erste Liga ist vorstellbar

Auf Playoff-Kurs: Die Frauen der BG 74 Göttingen bejubeln den Heimsieg über Wolfenbüttel. Fünf Spieltage vor dem regulären Saisonende führt das Team von Trainer Ondrej Sykora (Hinten, Zweiter v. re.) die Tabelle der 2. Liga an. Foto: Jelinek

Göttingen. Neun Siege in den vergangenen zehn Spielen, zuletzt sechs Erfolge in Serie – auf dem Weg in die Playoffs sind die Veilchen Ladies nicht mehr zu stoppen.

Die Entscheidungsspiele zum Aufstieg in die Basketball-Bundesliga sind für die BG 74 Göttingen durch die tolle Siegesserie fünf Spieltage vor Saisonende zum Greifen nah. Und selbst Platz eins, der im Halbfinale und einem eventuellen Finale das entscheidende Spiel in eigener Halle garantiert!

Die Tabellen-Konstellation spricht absolut für die Mannschaft des tschechischen Trainers Ondrej Sykora und seiner slowakischen Lebensgefährtin und Co-Trainerin Zuzana Polonyiova! Noch drei Heimspiele und die Partie beim sieglosen Letzten Zehlendorf: Größter Stolperstein könnte Hannover im letzten (Auswärts-)Spiel sein. Aber – und das ist wichtig bei Punktgleichheit:

Zwei Duelle schon gewonnen

• Gegen den Zweiten Osnabrück hat die BG 74 den direkten Vergleich gewonnen (zwei Siege: 60:57 zuhause, 60:55 auswärts).

• Gegen den Dritten Wolfenbüttel haben die Veilchen Ladies den direkten Vergleich ebenfalls bereits gewonnen (zwei Siege: 60:48 auswärts, 74:50 zuhause).

• Gegen den Vierten Opladen kann die BG den direkten Vergleich am Sonntag (16 Uhr, FKG-Halle) holen. Das Hinspiel war eine von bisher nur vier Niederlagen (68:75). Ein Sieg mit acht Zählern Vorsprung – dann ist auch dieses Direkt-Duell gewonnen.

„Sportlich könnte es nicht besser laufen“, sagt Richard Crowder, Geschäftsführer der Veilchen Ladies UG. „Eigentlich läuft es viel zu gut. Dass wir so durch die Rückrunde spazieren, hätte ich nicht gedacht. Aber wir tun uns immer schwer gegen groß besetzte Teams wie Hannover oder eben Opladen“, warnt Crowder vor dem kommenden Gegner.

60 000 Euro mehr Etat

Er sagt aber auch: „Ich plane schon zweigleisig – obwohl es noch einen Tick zu früh ist, aber es gibt schon lose Gespräche mit den Sponsoren.“ Am kommenden Montag gibt es einen Sponsorenabend.

Crowder: „Die 1. Liga ist für die Frauen nicht unvorstellbar. Wir können sie wuppen.“ Gut 120 000 Euro beträgt derzeit der Zweitliga-Etat. „Für die erste Liga wären 180 000 Euro sinnvoll“, meint der Ladies-Geschäftsführer. „Ich bräuchte zehn weitere kleine Partner mit 6000 Euro. Daran werden wir intensiv arbeiten.“

Crowder sieht natürlich auch die Bundesliga-Männer der BG. „Das macht die Finanzierung des Frauen-Basketballs nicht einfacher. Aber ich bin ganz klar auch Fan des Männer-Teams.“

Schon einmal gab es die Konstellation, dass sowohl Männer als auch Frauen in der ersten Bundesliga spielten (2008/09), ehe die Frauen damals in die Insolvenz gingen. Crowder: „Ich schwanke zwischen Zuversicht und Sorge. Aber es wäre fatal, wenn wir es sportlich schaffen sollten und dann das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen würden. Das wäre ein schlechtes Zeichen.“

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