Basketball-Bundesliga: Braunschweigs Scott Eatherton bei seinem Ex-Team BG Göttingen

Wer stoppt Löwen-Riesen?

Bäumchen wechsle dich: Scott Eatherton (am Ball) ging von der BG Göttingen nach Braunschweig, Geoffrey Groselle wechselte von Braunschweig nach Bremerhaven. Gegen die BG steuerte der Neu-Eisbär am vergangenen Sonntag 21 Punkte bei. Foto: zje/gsd

Göttingen. Der große Blonde mit Schuhgröße 49 – das war Scott Eatherton schon in seinem ersten Jahr in der Basketball-Bundesliga bei der BG Göttingen. Nach einem (sehr) guten Jahr bei den Veilchen wechselte der Hüne, bei dem die Größen-Angaben zwischen 2,03 und 2,06 Meter schwanken, zu den Löwen Braunschweig, mit denen er am Samstag (18 Uhr) bei seinem Ex-Team antritt – das 17. Niedersachsen-Derby zwischen beiden Mannschaften, von denen die Veilchen bisher sieben gewannen.

Eatherton, der aus Agrigento (2. Liga Italien) zur BG gekommen war, warf und spielte sich in die Herzen der Veilchen-Fans und war eben der „Rebound-König“. Über einen neuen Vertrag konnte sich der aus Hershey (Pennsylvania) stammende Center, der am 26. Dezember seinen 26. Geburtstag feiert, nicht mit BG-Coach und Sportdirektor Johan Roijakkers einigen. So ging´s mit Gattin Courtney weiter nach Braunschweig. Wo er jetzt auch schon der herausragende Akteur ist: Mit 17,6 Punkten pro Spiel ist er zweitbester Spieler der BBL, mit 8,2 Rebounds ist Eatherton drittbester Rebounder der Liga, zudem schaffte er drei „Double-Double“. Top-Werte für den früheren BGer! „Der beste Center seit Kyle Visser“, heißt es von Szenekennern aus Braunschweig.

Miese Werte allerdings für die Braunschweiger bei den erzielten Punkten! Mit nur 72,8 im Schnitt sind sie Erstliga-Schlusslicht, während die Göttinger auf 76,5 kommen. Da hat bisher auch Eatherton nicht helfen können. Und auch nicht DeAndre Landsdowne (12 Punkte pro Spiel, 42 Prozent Dreier). Ganz unten rangieren die Löwen auch insgesamt bei den Dreiern (31 Prozent) und Freiwürfen (64 Prozent).

Trainer Menz liegt flach

Nach Göttingen werden die Löwen zudem ohne Trainer kommen. Frank Menz (53), ehemaliger Bundestrainer, zog sich vorige Woche einen Riss der Quadrizepssehne im Knie zu und darf es noch nicht belasten. So coacht sein Assistent Steven Clauss die Braunschweiger wie schon in Ulm – er war einst in der 2. Liga auch Trainer vom jetzigen BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen bei den Hannover Flyers. Man kennt sich in der überschaubaren Basketball-Welt.

Nach vier Siegen in den vergangenen fünf Partien ist auch dieses Niedersachsen-Duell für die BG ebenso richtungweisend wie für die Löwen. Der Sieger kann sich weiter nach oben orientieren und den Abstand zu den letzten drei Plätzen weiter ausbauen.

Bei den Veilchen, die vergangene Saison beide Spiele gegen Braunschweig gewannen (nach zwei Verlängerungen 114:107 zuhause, 77:75 auswärts) hält Brion Rush übrigens weiter zwei Saison-Rekorde: Seine sieben Dreier und insgesamt 35 Punkte gegen München hat kein anderer BBL-Spieler übertroffen. Zusammen mit „BG-Hirn“ Michael Stockton kann er gegen die Löwen fürs nötige Tempo im Spiel sorgen.

PS. Ex-Veilchen Alex Ruoff hat den spanischen Erstligisten Badalona verlassen, kehrte wegen einer Knieverletzung in die USA zurück. (haz/gsd)

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