Basketball-Bundesliga: Heute Bremerhaven, Sonntag Tübingen - Göttingen 1500 km auf Achse

Stress pur bei Riesen-Tour

Auch auf seine Klasse kommt’s heute an: Dwayne Anderson (l.) dribbelt im Hinspiel an Bremerhavens Sean Denison vorbei. Am 20. Dezember 2010 kam der BGer auf 36 Punkte gegen die Eisbären. Foto: Jelinek

Göttingen. Nach den beiden „Pflichtsiegen“ gegen Bonn und Gießen steht für die BG Göttingen das im Kampf um die Playoff-Qualifikation entscheidende Wochenende bevor. Aber unter welchen Bedingungen! Die Veilchen stehen vor dem strapaziösesten Doppelspieltag in dieser Basketball-Saison überhaupt!

Angeschnallt zur „Deutschland-Reise“: Heute (19.30 Uhr) geht es über 299 Kilometer (Quelle: Google-Maps) nach Bremerhaven zu den Eisbären, und nur 45,5 Stunden später beginnt am Sonntag um 17 Uhr das vorletzte Saison-Auswärtsspiel bei den Walter Tigers in Tübingen. Bis ins Schwabenland sind es „lockere“ 442 Kilometer – die gleichzeitig weiteste Auswärtsfahrt für die Veilchen in der BBL überhaupt. Macht zusammen (in der günstigsten Berechnung) 1482 Kilometer mit mindestens 16 Stunden Fahrzeit: Das ist Stress pur!

Wichtiger direkter Vergleich

Zudem alles unter der Maßgabe, sich eigentlich keine Niederlage erlauben zu dürfen. Denn vor allem der heutige Gegner Bremerhaven kämpft genauso verbissen wie die BG noch um die Endrunden-Teilnahme. Das Hinspiel gewann das Team von Coach Patrick knapp mit 85:82 – da kommt es jetzt auch auf den direkten Vergleich an, der in der Schlusstabelle noch wichtig werden könnte.

Bekannt sind die Eisbären den Veilchen nur zu gut aus den Viertelfinal-Playoffs der vergangenen Saison. In letzter Sekunde warf Andrew Drevo die Göttinger dabei im fünften und entscheidenden Spiel aus dem Wettbewerb – eine Szene, die auch die Veilchen-Fans nicht vergessen haben dürften. Auch wenn sich beide Teams personell stark verändert haben, dürfte da immer noch eine Rechnung offen sein. Allerdings: Erst einmal (2009) konnte die BG in der Bundesliga in der Bremerhavener Stadthalle gewinnen.

Tübingen ein gutes Pflaster

Heftige Personal-Rochaden kennzeichneten die Eisbären-Saison: Copeland, Thomas weg – Brazelton, Allen, Everett und Brewer neu. Martin und Lipke sind verletzt, und ob Brazelton und Allen spielen können, ist offen. Fehlt das Duo, hat Trainer Doug Spradley nur sieben Profis plus seine Youngsters.

Zweifellos dürfte die heutige Partie schon die wichtigere des Doppelspieltages sein. Tübingen (mit dem Ex-BGer Chris Oliver) ist aus dem Playoff-Kampf bereits ausgeschieden, kämpft nur noch um die Ehre. Erstaunlich: Die Paul-Horn-Arena in Tübingen war für die BG bisher ein überaus gutes Pflaster: Alle drei Auswärtsspiele wurden dort gewonnen. Überhaupt gab es gegen die Tigers bislang nur eine (Heim-)Niederlage: 61:62 (2008). Auch das Hinspiel in dieser Serie entschieden die Veilchen beim 76:48 klar für sich.

„Das wird ein sehr schweres Wochenende“, meint BG-Trainer Patrick. In allen Beziehungen. (haz/gsd)

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