Basketball-Bundesliga Männer

Tatort S-Arena: BG Göttingen löst den Fall

Den gegnerischen Korb im Blick: Göttingens Center Philipp Hartwich (am Ball) setzt sich gegen den MBCer Chris Coffey durch. 2
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Den gegnerischen Korb im Blick: Göttingens Center Philipp Hartwich (am Ball) setzt sich gegen den MBCer Chris Coffey durch. 2

Zittersieg für die BG Göttingen beim 91:90 gegen den Mitteldeutschen BC. Die Veilchen stehen jetzt auf dem dritten Platz.

Göttingen – Mitte des letzten Viertels spielte Hallensprecher Nils Leunig die Titelmusik vom „Tatort“ ein, nachdem eine von vielen Schiedsrichter-Entscheidungen, die sich in einigen Situationen völlig uneinig waren, was nicht für eine souveräne Spielleitung sprach, per Videostudium geklärt wurde. Vor 1413 Zuschauern wurde die Partie gegen den Mitteldeutschen BC tatsächlich zu einem Hochspannungs-Krimi – am Ende löste der neue Tabellendritte BG Göttingen den Fall, fuhr nach einer Nervenschlacht mit 91:90 (43:45) den sechsten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga ein.

18,2 Sekunden vor Schluss hatte Göttingens wieder herausragender Scorer Kamar Baldwin für den 17. Führungswechsel(!) in diesem hin und herwogenden Spiel gesorgt, zum 91:90 getroffen, hatte somit allein elf Punkte im letzten Viertel erzielt. Den letzten Angriff hatte aber demzufolge der MBC, Nikola Rebic zog aus der rechten Ecke ab, verfehlte aber den BG-Korb, nachdem Sekunden zuvor schon bei Korblegern unter anderem von Jamel Morris der Ball zwei Mal auf dem Ring der Veilchen tanzte, aber nicht reinfallen wollte. Ende, Aus, Sieges-Humba bei den Veilchen!

„Es gibt Siege und es gibt Siege, dieser war auf jeden Fall ein geiler Sieg“, freute sich der BG-Center Philipp Hartwich besonders über diesen Erfolg, denn der 2,18 m große 26-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch bei den Weißenfelsern. „Es war nicht unsere beste Leistung, aber es sind die hässlichen Spiele, die man gewinnen muss, die am Ende des Jahres den Unterschied machen“, ergänzte Hartwich, der eines seiner besten Spiele im BG-Dress zeigte. 14 Punkte, sechs Rebounds und drei Blocks standen schlussendlich in seiner Statistik.

Er und auch Mitspieler Jake Toolson liefen am Ende noch Gefahr, mit dem fünften Foul das Parkett verlassen zu müssen so wie auch die MBCer Kostja Mushidi, Jamel Morris, bester Gästespieler, Chris Coffey und auch Goran Huskic, doch alle konnten sich über die Zeit retten.

„Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir hatten defensiv viele Probleme, denn der MBC verfügt über viel individuelles Talent“, meinte BG-Coach Roel Moors, der allerdings auch auf das individuelle Talent eines Kamar Baldwin hinwies. Der 24-jährige US-Amerikaner war wieder da, wenn er am nötigsten gebraucht wurde, hatte bis Ende des dritten Viertels knapp 20 von 30 Minuten auf dem Parkett gestanden. In den letzten zehn Minuten spielte er dann allerdings fast durch und war für die letzten überaus gewinnbringenden acht Punkte der Veilchen verantwortlich.

War Baldwin der „go-to-guy“ in der Schlussphase, verteilte Stephen Brown seine Punkte und Assists über die ersten drei Viertel: 19 Punkte und starke 13 Vorlagen – ein klassisches „Double-Double“ für den Spielmacher.  (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)

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