Basketball

Trainer Moors gefällt schon viel bei der BG Göttingen

Treffsicher: Göttingens Ex-Gießener Stephen Brown (gegen Jenas Alexander Herrera) traf vier von 16 BG-Dreiern.
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Treffsicher: Göttingens Ex-Gießener Stephen Brown (gegen Jenas Alexander Herrera) traf vier von 16 BG-Dreiern.

Auftakt gelungen! So lässt sich der erste Test der BG Göttingen auf einen kurzen Nenner bringen. Gegen Zweitligist Medipolis SC Jena kam der Basketball-Bundesligist zu einem deutlichen 100:73 (43:37)-Sieg und präsentierte dabei erstmals sieben der ursprünglich acht neuen Spieler.

Göttingen – Nur Jake Toolson konnte wegen Nachwirkungen seiner Corona-Impfung nicht spielen – dafür war erstmals Marios Giotis dabei, ein Grieche mit deutschem Pass aus Athen, den die Veilchen (zunächst?) nur als Trainingsspieler verpflichtet haben. Er kam am Ende noch zu einem Drei-Minuten-Einsatz.

Wesentlich länger spielte bei der BG Mathis Mönninghoff mit über 25 Minuten - die längste Einsatzzeit aller BGer. Drei Dreier und elf Zähler waren seine Ausbeute. „Das war ein gutes Spiel, um wieder reinzukommen“, war Mönninghoff mit dem Einstieg in die neue Saison zufrieden. Überhaupt auffällig: Coach Roel Moors verteilte die Einsatzzeiten sehr breit, was dazu führte, dass sieben Spieler zweistellig trafen. Ist die Ausgeglichenheit eines der neuen Kennzeichen der Göttinger? Mit je 14 Punkten waren der neue Center-Schlaks James Dickey und Spielmacher Stephen Brown die Topscorer, während Kamar Baldwin, Jeff Roberson und Mönninghoff auf je elf Zähler kamen und Dickeys Center-Kollege Philipp Hartwich (2,18 m) und der flinke Ex-Leverkusener Haris Hujic je zehn Zähler beisteuerten.

Apropos flink: Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff („Transition offense“) soll, so hätte es Moors gern, wie in der vergangenen Saison als weiteres Markenzeichen beibehalten und am besten noch forciert werden. Das ging über die drei „BG-B’s“ Brown/Baldwin/Bryant schon ansehnlich, wozu auch Roberson und Hujic ihren Anteil hatten.

Zufrieden war Moors auch mit 57 Prozent Dreierquote und der aggressiven Abwehr: „Die Mentalität in der Defense war schon besser als letzte Saison. Wir haben die 40 Minuten intensiv in der Defensive gespielt.“ Angetan war der Belgier auch von 18 Assists in Halbzeit zwei (insgesamt 28) und gut kreierten Würfen. Als Trainer fand er (natürlich) auch noch Defizite: „Im Rebounding müssen wir einen besseren Job machen und noch viele kleine Sachen verbessern. Aber wir sind ja auch erst zwei Wochen im Training. Fürs erste Spiel bin nicht unzufrieden mit der Leistung.“

So sah es auch James Dickey: „Solche ersten Spiele sind meistens ein bisschen schlampig“, meinte der lange US-Boy, der dem nach Oldenburg gewechselten Ex-BGer Tai Odiase (ansatzweise) ähnelt. „Aber wir haben intensiv in der Abwehr gespielt. Das ist das, was der Coach sehen möchte. Das Rebounding müssen wir noch verbessern.“

.  Auch die nächsten beiden Tests bestreitet die BG zuhause gegen zwei weitere Zweitligisten. Am Freitag gegen Bremerhaven, am Samstag (16 Uhr) dann in der S-Arena gegen Paderborn: gegen die Westfalen sogar erstmals wieder vor Zuschauern. 1000 sind erlaubt, 500 Tickets sind schon weg.  (Helmut Anschütz/gsd)

Mit langem Arm voran: BG-Neuzugang Haris Hujic (am Ball) zieht im neuen lila-grauen Dress an Jenas Moritz Plescher vorbei, der sich später verletzte. 2

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