Basketball-EuroChallenge: BG Göttingen setzt Duftmarke mit 33 Punkten Unterschied

Traumstart vor Mammuttrip

Reck’ dich, streck’ dich: Jason Boone (l.) gewinnt den Tip-off gegen Limassols Quincy Taylor. Rechts John Little. 3 Fotos: Jelinek

göttingen. Es war ein Traumstart für die BG Göttingen in die Zwischenrunde der EuroChallenge gegen den zypriotischen Rekordmeister Proteas Limassol, auch wenn für die Wettbüros bei einer Quote von nur 1 zu 1,2 der Sieger mit dem Basketball-Bundesligisten schon vorher feststand. Auf Sieg Limassol hätten Wetter immerhin das Vierfache ihres Einsatzes erhalten. Dass dieser Erfolg mit 92:59 (47:32) allerdings so überdeutlich ausfiel, damit hatten auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet.

Als BG-Pressesprecher Björn Lars Blank Limassols Assistenz-Trainer Marios Thrasivoulides nach dem Spiel zur Pressekonferenz bat, meinte dieser, er müsse erst einmal vor die Tür gehen und eine Beruhigungszigarette rauchen. Das schwache Spiel seines Teams schien ihm auf den Magen geschlagen zu sein. Er hatte ein dickes Lob für die Veilchen parat: „Göttingen ist das bisher stärkste Team, gegen das wir in Europa gespielt haben.“ Wobei Thrasivoulides die Betonung auf „Team“ legte. Und Kapitän Jeremiah Davis sah einen Riesenunterschied in der Aggressivität zwischen der zypriotischen Liga und der Bundesliga.

Zwei Blocks in zwei Sekunden

Und auch der französische Schiedsrichter Johann Jeaunneau wagte ein Urteil über dieSüdniedersachsen zu fällen. „Die Göttinger sind als Team aufgetreten, da hat jeder für jeden gekämpft. Und einen solch starken Center wie den Boone hatten die Zyprioten eben nicht“, meinte Jeaunneau.

In der Tat: Boone sorgte zudem für den Höhepunkt in diesem einseitigen Spiel. Gleich zweimal blockte er innerhalb von nur zwei Sekunden Bälle der völlig überforderten Mittelmeer-Insulaner ab. Zwar musste Limassol auf zwei seiner stärksten Spieler verzichten, doch auch Göttingen hatte personelle Handicaps zu kompensieren. Chris Oliver wurde aufgrund seiner Knieprobleme geschont und Taylor Rochestie fiel nach zwölf Minuten nach einem Ellenbogencheck aus. Es reichte dennoch, den Gegner nach allen Regeln der Basketball-Kunst auseinanderzunehmen.

Mit ganz breiter Brust können die Göttinger Debütanten im europäischen Basketballzirkus nun ins 3500 Kilometer entfernte russische Samara fliegen, wo am kommenden Dienstag der erste Auswärtstrip in dieser Zwischenrunden-Gruppe I ansteht. Zuvor geht’s aber noch im Bundesliga-Alltag am Samstag gegen Schlusslicht Paderborn. (gsd)

Von Walter Gleitze

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