Basketball-Bundesliga Frauen

Überragende Jenny Crowder führt BG 74 Göttingen zum Sieg

Überragender Auftritt: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) zwischen Osnabrücks Tonia Dölle und Kata Takacs. Die Baskets-Spielmacherin kam auf 20 Punkte und 19 Assists.
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Überragender Auftritt: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) zwischen Osnabrücks Tonia Dölle und Kata Takacs. Die Baskets-Spielmacherin kam auf 20 Punkte und 19 Assists.

Die flippo Baskets BG 74 Göttingen haben sich selbst das schönste sportliche Weihnachtsgeschenk in der Frauen-Basketball-Bundesliga gemacht. Im besten Saisonspiel besiegten sie einen Abend vor Heiligabend die GiroLive Panthers Osnabrück überraschend klar mit 93:73 (50:44).

Göttingen – Die überragende Jenny Crowder führte das Team von Trainer Goran Lojo zum dritten Saisonsieg. Sie erzielte ein in dieser Höhe sensationelles „Double-Double“: 20 Punkte und 19 Vorlagen!

„Das hat einfach Spaß gemacht“, lächelte die Baskets-Spielmacherin hinterher. „Wir haben die richtige Antwort auf die Niederlage in Keltern gegeben.“ Da war die BG 74 am vergangenen Sonntag 67:107 eingegangen.

Auch Trainer Goran Lojo war happy: „Unser bestes Saisonspiel. Wir waren konstant bis zum Ende und haben Osnabrücks Schlüsselspielerinnen gestoppt.“

Überraschenderweise war bei den Göttingerinnen Sandra Azinovic doch wieder dabei. In der Starting five stand die Kroatin aber nicht. Nachdem es in der Anfangsphase noch vier Führungswechsel gab, riss die BG 74 die Partie langsam an sich. Schon vor der Pause war dabei vor allem eine Spielerin herausragend: Jenny Crowder, die Tochter von Geschäftsführer Richard Crowder. Nach 20 Minuten hatte die kleine Spielmacherin der flippo Baskets schon ein „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistik-Werte) auf ihrem Konto: Zehn Punkte und starke zwölf Assists! Zur Halbzeit ein fast sensationeller Wert!

Und noch eine andere BGerin spielte sich nach einigen eher schwachen Auftritten wieder in den Vordergrund. Samantha Roscoe hatte in der ersten Hälfte bereits 17 Zähler erzielt. Die Australo-Britin meldete sich eindrucksvoll zurück.

Nach dem ersten Viertel stand eine 28:26-Führung für die Mannschaft von Trainer Goran Lojo auf der Anzeigetafel. Und nach dem zweiten Durchgang hatten die Göttingerinnen sie sogar auf 50:44 ausgebaut. Roscoe traf fast mit der Pausen-Sirene mit den letzten beiden Punkten. Vorher hatte sie schon drei Dreier erzielt – wie die Baskets überhaupt von der Dreierlinie erfolgreich waren: Neun von 19 Versuchen getroffen – über 47 Prozent, eine starke Quote. Am Ende waren es 12 Treffer bei 31 Versuchen.

Und nach der Halbzeit machten die Göttingerinnen da weiter, wo sie vorher aufgehört hatten. Viki Karambatsa gelangen sechs Zähler in Folge zum 58:46. Die BG legte einen 10:2-Lauf hin, lag nach 24 Minuten 60:46 in Front. Das Lojo-Team war weiter gut drauf, zeigte Spielfreude und traf auch sicher. 67:53 nach 27 Minuten. Bitter aber: Riley Lupfer kassierte in der 29. Minute ihr viertes Foul. Aber der Vorsprung von 72:59 war noch beruhigend.

Zu Beginn des letzten Viertels kassierte Ivana Blazevic ihr viertes Foul, was die BG 74 aber nicht aus dem Konzept brachte. Jenny Crowder war weiter gut aufgelegt, dirigierte die Partie. Karambatsa gelang ein Drei-Punkte-Spiel zum 80:63. Durch fünf Zähler in Folge kam Osnabrück zwar nochmal auf 71:84 heran, doch Lupfers Dreier zum 89:71 war dann der Matchwinner. Am 27. Dezember spielt die BG 74 in Marburg.

BG 74: Blazevic 10, Wagner (n.e.), Roscoe 23/davon 3 Dreier, A. Oevermann, Crowder 20/2 (19 Assists), Azinovic 1, Karambatsa 11, Göttling (n.e.), Lupfer 16/5, Dzankic 10/2, Bosilj, Kentzler 2.

Osnabrücks beste Werferinnen: Fuehring 21/1, Blockton 19/3, Takacs 10/1.  (Von Helmut Anschütz/gsd)

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