Ulmer Arena ausverkauft: BG zieht auch auswärts die Fans an

Klein, aber oho: Göttingens Khalid El-Amin (1,78m, links) und Ulms Per Günther (1,84m) lieferten sich kurz vor Weihnachten ein spannendes Spielmacher-Duell. Foto:  nh

Göttingen. Weil die Pokal-Endrunde nach der 83:92-Niederlage in Bonn nun ohne die BG Göttingen ausgetragen wird, können sich die Veilchen jetzt ganz und gar auf die restlichen elf Spiele in der Basketball-Bundesliga konzentrieren. Die nächste schwere Auswärtsaufgabe ist bereits am Samstag um 18.30 Uhr bei ratiopharm Ulm. Dass die Göttinger nicht nur in sieben von zwölf Heimspielen ihre eigenen Hallen (Lokhalle und S-Arena) ausverkauft haben, sondern auch auswärts als interessanter Gegner geschätzt werden, zeigt sich in Ulm: Die ratiopharm-Arena ist nach einer kleinen Kapazitätserweiterung mit 6200 Zuschauern bereits ausverkauft. Auch bei den BG-Spielen in Bamberg (6800) und Bonn (6000, Meisterschaftsspiel) waren keine Tickets ehr zu bekommen.

„Göttingen hat sich in den letzten Monaten schon einen guten Ruf in der Liga erworben“, sagt Marc Franz. Er war einst bis zur Insolvenz Geschäftsführer der „starting five GmbH“, ist jetzt seit vergangenem August im Marketing-Team der Ulmer. Bereits in der Abstiegssaison spielten die Veilchen in der neuen Ulmer Halle, die seitdem immer bis auf den letzten Platz gefüllt ist. „Die neue Arena gab Ulm einen richtigen Schub“, sagt Franz, der sich inzwischen in der 180 000-Einwohner-Stadt an der Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern gut eingelebt hat.

„Ich hoffe, dass sich unser Team gefangen hat“, sagt Franz. „Wir sind wieder mitten drin im Aufschwung. Der Sieg in Quakenbrück gab uns wieder Rückenwind.“ Franz spricht dabei explizit vom Ulmer Team, dass einen kleinen „Hänger“ hatte. „Wir kämpfen um die Plätze vier bis sieben, sind völlig im Plan.“

Entscheidend dazu beigetragen hat Ulms deutsche Achse mit Per Günther, Philipp Schwethelm und Tim Ohlbrecht, der, so Franz, eine „gigantische Saison“ spiele. Und nicht zu vergessen Will Clyburn, individuell und auch als Teamplayer stark, der slowenische Fan-Liebling Jaka Klobucar und Maarten Leunen, der auf dem Sprung in die NBA war.

Alle Ulmer Asse konnten aber die 80:92-Niederlage am 20. Dezember in der Göttinger Lokhalle nicht verhindern. Beflügelt von der stimulierenden Atmosphäre „Lokhölle“ feierten die Veilchen einen Sieg gegen einen der Großen der BBL.

Abzuwarten bleibt, wie die Veilchen das Pokal-Aus in Bonn wegstecken. Dass die Ulmer inclusive Trainer Thorsten Leibenath eine Revanche für die Schlappe in Göttingen haben wollen, ist klar.

Aktuell verpflichtete Ulm am Donnerstag noch den 2,12 m-Griechen Ian Vougioukas (30, 122 kg), zuletzt bei Galatasaray Istanbul (Türkei) und Unics Kazan (Russland). BG-Coach Johan Roijakkers: „So einen Spieler können wir uns nicht leisten.“ Am Samstag ist Transferschluss. (haz/gsd-nh)

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