Unglückliches 70:74 der BG in Frankfurt

Den gegnerischen Korb im Visier: Göttingens Raymar Morgan (rechts) lässt sich von den Frankfurtern Justin Cobbs (links) und Mike Morrison nicht am Korbwurf hindern. Foto: gsd/nh

Frankfurt. Nach drei Auswärtssiegen in Folge musste sich die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga erstmals wieder geschlagen geben. Gegen die in den vergangenen Spielen bärenstarken Frankfurt Skyliners bewies das Team von Trainer Johan Roijakkers trotz der knappen 70:74 (35:40)-Niederlage einmal mehr, dass der Aufsteiger längst in der Eliteliga angekommen ist und zweifellos eine Bereicherung darstellt.

Überaus knapp fiel das Statement von Roijakkers nach dieser heiß umkämpften Partie aus: „Gratulation an den Coach und Frankfurt. Sie haben vierzig Minuten einen besseren Basketball gespielt und hatten es verdient zu gewinnen.“ Eine gehörige Portion Sarkasmus schwang da vermutlich in Roijakkers Worten mit.

Vielmehr dürfte er sich maßlos geärgert haben über diese Niederlage, die am Ende so überflüssig wie ein Kropf war. Denn die Veilchen spielten gegen die Skyliners nicht nur auf Augenhöhe, sondern hatten auch noch kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit den Ausfall ihres in dieser Saison bisher so überragenden Khalid El Amin zu verkraften. Und dennoch hielten die BGer diese Partie bis zur letzten Sekunde offen.

BG geht erhobenen Hauptes

„Heute haben in diesem umkämpften Spiel Kleinigkeiten den Unterschied gemacht. Wir hatten den Ausfall von El Amin zu verkraften gehabt. Am Ende hatten wir gar die Chance zu gewinnen und gehen deswegen auch erhobenen Hauptes aus der Halle“, brachte es Dominik Bahiense de Mello an seiner ehemaligen Spielstätte auf den Punkt. Die BG habe, so de Mello weiter, sich sehr gut präsentiert gegen die Skyliners. „Das macht Mut für Oldenburg.“ Die EWE Baskets Oldenburg sind am Dienstag um 18.30 Uhr nächster Gegner der Göttinger in der bereits ausverkauften Lokhalle. Und da hofft nicht nur de Mello, dass El Amin wieder fit ist. Roijakkers hingegen ist da eher Realist. „Wir haben noch keine Diagnose, aber ich bin pessimistisch. Ich glaub nicht, dass Khalid gegen Oldenburg dabei ist.“

Am Ende fehlt das Glück

Gegen Frankfurt hingegen hätten die Göttinger ihn gut gebrauchen Können in der zweiten Halbzeit. Denn erneut erwies es sich, dass die BG über eine zu dünne Spielerdecke verfügt. Gleichwohl war Roijakkers mit dem Auftritt von Bahiense de Mello zufrieden. „Er hat gut gespielt“, so der BG-Trainer, dessen Team ihn aber in ein Wechselbad der Gefühle tauchte. 7:0 geführt nach starkem Beginnen, plötzlich 9:14 hinten gelegen, dann 18:18 nach dem ersten Viertel und 35:40 zur Halbzeit.

In den zweiten 20 Minuten in der Ballsporthalle vor 4450 Zuschauern blieben die Gäste nicht nur dran, sondern lagen nach dem dritten Viertel mit 57:55 vorn, ehe die Schlussphase an Nervenkitzel nicht mehr zu überbieten war. Am Ende fehlte den Göttingern, die erneut bewiesen, dass sie in die Eliteliga ohne Wenn und Aber gehören, das nötige Quäntchen Glück zum sechsten Auswärtssieg. (gsd)

Von Walter Gleitze

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