US-Amerikaner Everett wechselt zur BG Göttingen

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Neu bei der BG Göttingen: Der Ex-Oldenburger Terrell Everett (li., hier gegen ALBA-Spieler Ioannis Kalampokis). 

Göttingen. Was lange währt, wird endlich gut? Darauf hofft zumindest die BG Göttingen mit der Verpflichtung von Terrell Everett (31). Der US-Spielmacher soll Ricky Minard ersetzen, von dem sich die Veilchen trennten, weil er zu lange verletzt war.

Aktualisiert um 18.45 Uhr.

Everetts erster Einsatz: Am Sonntag (17 Uhr) beim Spiel in München. „Everett kann auf beiden Guard-Positionen spielen, nutzt Blöcke gut aus und kann zum Korb ziehen“, ist BG-Coach Johan Roijakkers erwartungsfroh. „Danke an unsere Sponsoren. Ohne sie können wir uns so einen Spieler nicht leisten.“ Roijakkers: „Einen Einser oder Zweier hatte ich ja gesucht. Jetzt haben wir wieder sechs Amerikaner.“ Everett war zuletzt vereinslos, flog aus Charleston (USA) ein. Er kann eine Waffe sein in der Offensive, wird in Bremerhaven über ihn gesagt, wo zweimal spielte.

Doppel-Bayern-Besieger 19. Oktober 2014 und 22. März 2015 – an diese beiden Tage werden alle Fans, Freunde und Anhänger der BG Göttingen noch in vielen Jahren gern zurück denken. Sport-„historische“ Daten sozusagen. An diesen beiden Sonntagen gelang den Veilchen, was in der vergangenen Saison keine andere Mannschaft der Basketball-Bundesliga schaffte – den großen, übermächtigen, finanziell fünf-, sechsmal potenteren FC Bayern zweimal zu besiegen.

Erst im Audi-Dome mit 95:81, es war der zweite Auswärtserfolg der vergangenen Spielzeit. Und dann auch in der S-Arena mit 63:59. 3500 Fans kurz vorm Ausrasten, während Bayern-Coach Svetislav Pesic in die Kabine schlich wie ein Achtjähriger, dem das Feuerwehr-Auto geklaut wurde. Am Sonntag (17 Uhr) müssen die Veilchen nun erneut im Audi-Dome antreten. Unter ganz anderen Vorzeichen. Spieler wie Khalid El-Amin, Alex Ruoff oder Raymar Morgan, die im Verlauf der vergangenen Serie zu Stars wurden, sind weg.

Diesmal fahren die Göttinger mit einem Team, das sich noch nicht richtig gefunden hat, bereits am Samstag nach München, wo die Bayern am Freitag (20 Uhr) noch Strasbourg in der Euroleague zu Gast haben. Nicht nur die Aufgebote von Alba Berlin und den Brose Baskets Bamberg lesen sich wie ein „Who is who“ des Basketballs – auch der Kader des FC Bayern München verleitet der Experten zum Zunge schnalzen. Mit Kelvin Creswell, besser bekannt als „K.C.“ Rivers kam sogar ein hochdotierter Spieler von Real Madrid, dazu heuerten Alba-Star Alex Renfroe und (wieder) Deon Thompson (Hapoel Jerusalem) an – für die BG unbezahlbare Spieler. Dazu Anton Gavel, Nihad Djedovic, Koloss John Bryant, Bryce Taylor, Dusko Savanovic – Basketball-Prominenz pur. Eine Heimniederlage Und die BG? Reist mit 2:8-Punkten zu den Bayern, die 8:2-Zähler holten, aber „nur” Sechster sind. Wie man diese Saison im Audi-Dome gewinnt, zeigte Bonn beim 91:84-Erfolg – Münchens bisher einzige (Heim-)Pleite in dieser Saison. (haz/gsd)

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