Basketball-Bundesliga: BG am Freitag beim Absteiger

Vechta will ein Ende mit Anstand

Eine Saison des Grauens: Christian Standhardinger (rechts) ist mit Rasta Vechta bereits abgestiegen. Am Freitag gastiert die BG Göttingen um Kapitän Dominik Spohr (links) beim Absteiger. Archivfoto: Jelinek/nh

Vechta. Auch im zweiten Anlauf blieb das Bundesliga-Abenteuer für die Basketballer von Rasta Vechta nur ein kurzes Intermezzo. Wie schon die Saison 2013/14 endet die laufende Spielzeit für die Niedersachsen erneut mit dem direkten Abstieg. Das 57:101-Debakel gegen den FC Bayern München besiegelte am Ostersonntag, was eigentlich bereits seit der Niederlage im Kellerduell bei den Löwen aus Braunschweig am 12. April jeder wusste: Vechta spielt in der kommenden Saison wieder zweitklassig.

„Die Ergebnisse sind extrem ernüchternd“, hatte Klub-Boss Stefan Niemeyer bereits vor dem Heimspiel gegen die Bayern der „Oldenburgische Volkszeitung“ gesagt. „Diese Saison ist das Schlimmste, was Rasta in den vergangenen sechs, sieben Jahren passiert ist. Es war ja noch nie so leicht, in der Liga zu bleiben“, sagte Niemeyer.

Doch gegen die Bayern ließen die Rasta-Profis jeglichen Willen und Charakter vermissen. „Wenn man die Statistik in Sachen Rebounds sieht, kann man sich einen Reim darauf machen, ob die Mannschaft 40 Minuten lang gekämpft hat“, sagte Vechtas Trainer Douglas Spradley frustriert. 19:45 Rebounds standen am Ende der einseitigen Partie auf dem Spielberichtsbogen.

Bislang erst zwei Siege

Am vergangenen Freitag unterlag Vechta nach großem Kampf beim Tabellenzwölften in Jena mit 90:91. Insgesamt verbuchte Vechta in dieser Spielzeit aber erst zwei Siege. Am 7. Spieltag gelang ein 68:61-Erfolg in Frankfurt, der einzige Heimsieg gelang Mitte März beim 89:76 über Nachbar Oldenburg. Auch der im Februar für den beurlaubten Andreas Wagner verpflichtete Coach Spradley konnte nicht mehr für eine Wende sorgen. Vechta ist der zweite Absteiger nach Phoenix Hagen. Den Westfalen war wegen fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit die Lizenz für die laufende Saison entzogen worden.

Für Vechta geht es in den verbleibenden beiden Partien nun darum, sich mit Anstand aus der Bundesliga zu verabschieden. Zum letzten Heimspiel gastiert am Freitag (20.30 Uhr) die BG Göttingen in Vechta. Im Hinspiel feierten die Südniedersachsen um Trainer Johan Roijakkers einen klaren 85:65-Sieg. Am letzten Spieltag beendet der Absteiger Vechta seine Saison in Bremerhaven. Danach soll die große Analyse beginnen, warum der Aufsteiger trotz einer von den Namen her gar nicht einmal schlechten Mannschaft so sang- und klanglos abgestiegen ist. Doch Niemeyer muss die Enttäuschung erst einmal sacken lassen. „Ganz ehrlich: Im Moment habe ich keine große Lust, mich mit der nächsten Saison zu befassen. Die Lust geht gerade gen Null“, sagte der Vereinschef. Nach dem Saisonende will Niemeyer dann aber wieder mit vollem Elan in die Planungen einsteigen. (dpa/raw)

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