Veilchen nur 83:86 in Bayreuth: Fünf Dreier stoppen die BG

Mit sechs Dreiern wieder zurück: Brion Rush zeigte bei der knappen Niederlage in Bayreuth, wie wertvoll er für die BG Göttingen ist. Foto: nh

Bayreuth. Fünf Dreier von medi Bayreuth in Folge zu Beginn des letzten Viertels verhinderten eine faustdicke Überraschung durch die BG Göttingen. Gut drei Viertel lang präsentierten sich die Veilchen im ersten Rückrundenspiel der Basketball-Bundesliga mit viel mehr Courage und Selbstbewusstsein als vor der gut drei Wochen langen Pause. Obwohl sie sich wacker schlugen, blieb unter dem Strich beim 83:86 (37:40) die achte Niederlage in Folge.

Nachdem die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers, die aus disziplinarischen Gründen ohne Evan Smotrycz und Malik Müller (beide verpassten Sonntagmorgen die Video-Vorbereitung) antrat, fünf Minuten vor dem Ende erstmals überhaupt mit zehn Zählern zurücklag (64:74), behielt vor allem einer die Nerven: Brion Rush, der nach seinem Ausfall wegen des Todes seines Vaters erstmals wieder dabei war. Er netzte drei Dreier in Serie ein und schaffte damit sogar noch einmal den 75:76-Anschluss drei Minuten vor dem Ende. Bayreuth setzte sich zwar nochmals auf 82:77 ab, doch nach dem umstrittenen 5. Foul für BG-Nationalspieler Dominic Lockhart 20 Sekunden vor Schluss war es erneut Rush, der mit seinem insgesamt sechsten Dreier auf 83:86 verkürzte – der bittere Endstand, denn mit der Sirene hatte die BG nach einem Ballverlust der Gastgeber die letzte Chance auf ein Unentschieden. Doch es klappte nicht mehr...

Sechs Dreier von Rush

Insgesamt aber zeigte die BG einen überraschend strukturierten Auftritt in der Oberfrankenhalle und ließ den haushohen Favoriten fast nie zur Entfaltung kommen. „Wir waren alle 100 Prozent da“, hielt Lockhart bei „Telekomsport“ fest. „Wir sind besser gestartet und auch die zweite Halbzeit haben wir gut gespielt.“ Das war zuletzt oft das Problem der Veilchen.

Jordan Loveridge brachte die BG per Dreier in Front und auch den weiteren Verlauf des Auftaktabschnitts dominierten die Göttinger. Da jedoch am Ende drei freie Dreier nicht fielen, ging es „nur“ mit einer 22:13-Führung in die erste Pause.

Im zweiten Viertel agierte die BG in der Defensive weiter solide, wozu auch der lange verschmähte Dennis Kramer seinen guten Beitrag leistete. Erst 33 Sekunden vor der Halbzeit gelang dem Team von Coach Raoul Korner, der hinterher seine Vertragsverlängerung bekannt gab, zum zweiten Mal nach dem 4:3 die Führung 38:37. Das 40:37 für die Franken ließ für die BG noch alles offen für die zweite Hälfte.

Obwohl sich bei den Veilchen im dritten Durchgang einige Unkonzentriertheiten einschlichen, wurde dieser zur Ein-Mann-Show von Spielmacher Michael Stockton. Er scorte unablässig, Kramer und Stefan Haukohls Drei-Punkt-Spiel drehten das Match sogar wieder zum 54:50 für die BG. So war auch nach dem 58:59-Rückstand der BG nach 30 Minuten noch alles drin – ehe die besagten fünf Dreier für Bayreuth zwischen der 31. und 35. Minute fielen. Doch die Göttinger Antwort durch die vier Rush-Dreier reichte letzten Endes nicht mehr. Trainer Roijakkers: „Ein phantastisches Spiel meiner Mannschaft. Rush und Stockton waren unsere Motoren.“ (haz/gsd)

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