Veilchen in Braunschweig: Wieder ein „Heimspiel“ für die BG?

„Super Göttingen olé!“ Die Veilchen-Fans auf der Nordtribüne sorgen mit ihren Fahnen, Schals, Trommeln, Transparenten, Sprechchören, Liedern für Gänsehaut-Stimmung in der S-Arena. Am Samstag ist ein Großteil von ihnen auch in Braunschweig dabei. Foto: gsd

Göttingen. Im Basketball ist Göttingen gegen Braunschweig wie Dortmund gegen Schalke im Fußball, Kiel gegen Flensburg im Handball oder Köln gegen Düsseldorf im Eishockey. Das Derby schlechthin! Am Samstag gibt es nun ab 18 Uhr die Neuauflage in der Braunschweiger Volkswagenhalle, wenn die Veilchen bei den zuletzt eher zahnlosen Löwen antreten.

Mehr als 230 Tickets hatten die BG-Fans bereits erworben, informierte Christian Zigenhorn, Reiseleiter beim Fanklub „Veilchen-Power“, vorab. So ist damit zu rechnen, dass mehr als 300 Göttinger Anhänger „Leben in die Bude“ bringen. An weiteren Tickets für Gäste-Anhänger wird es nicht mangeln. Die Zuschauerzahlen bei den Braunschweigern sind in dieser Saison aufgrund der Misserfolgsserie noch weiter gesunken. Zuletzt kamen nur noch 1912 Zuschauer zum Heimspiel gegen Tübingen.

Das Basketball-Derby wurde erst vor wenigen Wochen auf den Samstagabend vorgezogen. Ursprünglich war es für Sonntag terminiert. Da am Sonntag aber das überaus brisante Fußball-Zweitliga-Derby zwischen Eintracht und Hannover 96 ausgetragen wird, wurde das Duell der Korbjäger verlegt.

„Unsere Fans geben uns einen Extra-Schub“

„Ein Derby zu spielen, ist immer schön“, sagt BG-Trainer Johan Roijakkers. „Viele Fans unserer Fans werden uns unterstützen. Das wird hoffentlich einen Extra-Schub geben.“ Wovon auszugehen ist!

Braunschweigs Coach Frank Menz (ein Berliner), der Raoul Korner (nach Bayreuth) ablöste, sieht die Partie eher „als ganz normales Spiel. Für die Fans ist es natürlich ein Derby.“ In seinem Team stehen zehn Neue, da ist es mit Derby-Charakter eh’ nicht weit her. Dennoch hat das niedersächsische Kult-Duell „einen hohen Stellenwert“, so Menz. „Wir wollen gewinnen.“ Müssen die Löwen sicher auch, denn nach dem Aufstaktsieg in Vechta setzte es sechs Pleiten, zwei davon mit je 48 Punkten Differenz gegen Bamberg und Bayreuth.

„Dass es eine ganz schwere Saison werden wird, war klar“, sagt Menz. VW ist als Sponsor teilweise ausgestiegen, die fehlende Summe wird von Kennern auf 800 000 Euro geschätzt. Menz, einst Basketball-Bundestrainer: „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt. Aber unsere Chance wird noch kommen.“ Der BG attestiert er bisher „eine Super-Saison. Sie spielt mit Spaß und Leidenschaft, hat gute Werfer.“

Die BGer würden allerdings einen großen Fehler begehen, wenn sie den Vorletzten auf die leichte Schulter nehmen. Vom Löwen-Team haben nur vier Spieler Erstliga-Erfahrung, darunter Nicolai Simon, Jannik Freese, Sid-Marlon Theis. Neu dazu kamen US-Boy Geoffrey Groselle (11 Punkte pro Spiel), der Kanadier Dyshawn Pierre, sowie die in Deutschland schon bekannten Carlos Medlock (mit Vechta, Würzburg, Crailsheim aufgestiegen) und Carlton Guyton. Nach einer Verletzung stieg der Österreicher Thomas Klepeisz erst vor kurzem wieder ein. Talent Luis Figge verletzte sich vergangenen Sonntag in Oldenburg.

Weihnachten in Würzburg

Auch über Weihnachten gibt es für die BG keine Pause. Das Auswärtsspiel bei s.Oliver Würzburg wurde auf Wunsch der Mainfranken vom Dienstag, den 27. Dezember, auf den zweiten Weihnachtstag (Montag, 26. Dezember) um 15.30 Uhr vorgezogen. (haz/gsd-nh) Foto: nh

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