Basketball-Bundesliga: BG Göttingen sorgt beim 82:69 für Bambergs erst zweite Pleite

Veilchen feiern Karneval

Kleiner Mann gaaaaaanz groß: Der mit 1,80 m kleinste BG-Spieler Louis Dale war der größte im Spiel gegen den amtierenden deutschen Basketball-Meister Bamberg. Dale erzielte 20 Punkte und war damit auch erfolgreichster Punktesammler der Veilchen. 3 Fotos: Jelinek

Göttingen. Heute ist Rosenmontag. Die BG Göttingen feierte indes schon am vergangenen Samstag ihre große Karnevals-Sitzung. Beim 82:69 (39:45) zogen die Veilchen den Brose Baskets Bamberg die Narrenkappe auf, machten den Spitzenreiter zum „dummen August“ und die 3700 Fans in der ausverkauften Lokhalle kriegten sich gar nicht mehr ein. In die Bütt stieg bei den Göttingern vor allem einer: Louis Dale war der Prinz im Göttinger Dreigestirn zusammen mit den ebenfalls zweistellig punktenden Trent Meacham und Jason Boone. Um im Bild zu bleiben: Tusch für die Veilchen und Narhalla-Marsch!

Und um den Faden noch etwas weiter zu spinnen: Dass hinterher das „Humba, humba, täterä“ der begeisterten Fans nicht ausbleiben konnte, war klar.

10:0-Lauf der Velichen

Es war einer dieser unvergesslichen Abende. Bisher hatte nur ausgerechnet Schlusslicht Düsseldorf den Franken die bisher einzige Niederlage beigebracht - bis jetzt die BG kam. Die spielte ihre bisher beste Halbzeit in dieser Saison - es waren die zweiten 20 Minuten, die die Veilchen mit 43:24 gewannen. Und einer zeigte seine bisher beste Leistung im lila-farbenen Trikot: Der mit 1,80 m kleinste BG-Spieler Louis Dale, der sich bisher auch häufig die Kritik seines Trainers John Patrick anhören musste, war diesmal der größte. Dabei war gar nicht sicher, dass er spielt. Denn hätte der lange verletzte Kyle Bailey, der aber noch nicht ganz fit ist, den Vorzug bekommen, hätte Dale als überzähliger Nicht-EU-Spieler auf die Tribüne gemusst. So aber hatten alle das Gefühl, dass er es allen zeigen wollte, wie wichtig er für diese Mannschaft ist.

Zur Pause sah es beim 39:45 nicht danach aus, als könnten die Göttinger dem Favoriten ein Bein stellen. Doch als die BG einen 10:0-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit hinlegte, zum 45:45 ausglich, tobte die proppevolle Lokhalle, erbebte in ihren Grundfesten. Angetrieben von einem nun euphorisch mitgehenden Publikum leitete Dale mit einem Dreier zum 49:45 diesen Siegeszug, der nun von den völlig konsternierten Bambergern nicht mehr zu stoppen war, ein. Dwayne Anderson drehte nun auf, war auf Höchsttemperatur angelangt, engte die Kreise des bis dahin überragenden Predrag Suput (vier Dreier) massiv ein und fand noch Zeit und Muße, in der entscheidenden Phase drei Körbe einzulochen.

Play-offs weiter im Visier

Vergessen war da die Phase Mitte des zweiten Viertels, als die Gäste bis auf 38:25 davongezogen und drauf und dran waren, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. „Wir haben hochkonzentriert gespielt und gegen ein europäisches Topteam gewonnen“, freute sich BG-Trainer John Patrick. Mit Blick auf das Erreichen der Play-offs war diese „Big Points“ aber auch dringend notwendig.  Veilchen, alaaf und Helau! (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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