Veilchen-Ladies-Chef Crowder informiert bei Sponsorentreff

Prominente Gäste beim Sponsorenabend der Göttinger Zweitliga-Basketballerinnen: Veilchen Ladies-UG-Geschäftsführer Richard Crowder (Mitte) mit dem neuen Göttinger Oberbürgermeister Rolf- Georg Köhler (links) und dessen Vorgänger Wolfgang Meyer. Foto: Gleitze/gsd

Göttingen. Die BG 74 Göttingen, der Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen, blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Das ist die Botschaft, die Richard Crowder als Geschäftsführer der „BG 74 Veilchen Ladies Unternehmer-Gesellschaft“ bei einem Sponsorenabend Geldgebern, Team und Umfeld präsentierte. Das erste Ziel mit dem vor der Saison erwünschten Klassenerhalt sei längst erreicht, das zweite mit dem Einzug in die Playoffs so gut wie. „Jetzt würde ich gern als Erster in die Playoffs gehen“, meinte der Veilchen-Ladies-Chef bei seinem einführenden Vortrag.

Davon ist das Team vom tschechischen Coach Ondrej Sykora und seiner mitspielenden Co-Trainerin und Lebensgefährtin Zuzana Polonyiova nicht mehr weit entfernt. Der größte Stolperstein dürfte am letzten von noch vier Vorrunden-Spieltagen auswärts der TK Hannover sein.

Erstliga-Etat von 200.000 €

„Die Art und Weise der Siege unserer Mannschaft ist beeindruckend, die Dominanz ebenfalls“, sagte Crowder, der aus Sheffield (England) stammt. Den Aufstieg in die Frauen-Bundesliga sieht er jedoch weiterhin nicht als Pflicht an (HNA berichtete bereits). „Der Erfolg war nicht vorhersehbar – genauso wenig wie Dortmunds Abstiegsplatz in der Fußball-Bundesliga zur Winterpause“, so Crowder. „Ein Aufstieg wäre ein kleines Wunder.“ Als Etat für die 1. Liga veranschlagt der Bankkaufmann wie berichtet 200.000 Euro. „Wir würden alle Rahmenbedingungen für die Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) erfüllen.“ Die Sponsoren rief er zu einem ähnlichen Engagement wie bei den BG-Bundesliga-Männern auf.

Eine anschauliche und eindrucksvolle Idee war ein Video-Clip mit den Veilchen-Ladies, die sich den Ball wie auf dem Spielfeld zupassten. Schön wäre es, meinte Crowder, wenn die Sponsoren den Ball auffangen würden.

Selbst US-Centerin Nicole Jones tat auf deutsch kund, dass sie gern aufsteigen würde. Corinna „Coco“ Dobroniak hofft darauf, dass Göttingen die einzige Stadt Deutschlands mit fünf Basketball-Erstligateams werden könne: Männer-Bundesliga, Frauen-Bundesliga und drei Nachwuchs-Bundesliga-Mannschaften.

Crowder berichtete aber auch davon, dass vor seinem Antritt vor gut sieben Monaten vieles im Argen lag bei den Veilchen Ladies. Überall musste er den dicken Rotstift ansetzen, überall musste er das Geld zusammenstreichen. Wenn das Team am kommenden Samstag in Berlin spiele, sei leider kein Geld für eine Übernachtung da, obwohl sich die beiden US-Girls Jones und Monique Smalls erstmals gern Berlin anschauen würden.

Inzwischen sei die Finanzlage bei den BG-Frauen (zuletzt sieben Siege in Folge) aber wieder ausgeglichen, weil man das Budget reduziert habe. Bei einem Aufstieg käme man aber nicht um Aufwandsentschädigungen für die Spielerinnen herum. Crowder: „Ich bin stolz auf das Team. Bleibt fokussiert!

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