Veilchen Ladies verlieren letztes Hinrundenspiel mit 70:74

Kampf unter dem Korb: Hart bedrängt und am Wurf behindert wird Göttingens Nicole Jones (1) von der Hannoveranerin Anja Grigoleit. Beobachterin ist Hannovers Natascha Bunts (17). Foto: Jelinek

Göttingen. Nach drei Siegen in Folge mussten sich die BG 74 Veilchen Ladies in der zweiten Basketball-Bundesliga wieder geschlagen geben.

Gegen den bärenstarken TK Hannover unterlag das Team von Trainer Ondrej Sykora allerdings knapp unter nach hartem Kampf mit 70:74 (35:32).

Nein, auf das Schiedsrichtergespann war Sykora nach der Schlusssirene nicht gut zu sprechen. Nicht, dass sie das Spiel entschieden hätten, so Sykora: „Aber sie haben viele falsche Entscheidungen auf beiden Seiten getroffen.“ Dem ist zweifellos nicht zu widersprechen.

Gleichwohl gab es auch Gründe für diese Niederlage im letzten Spiel der Hinrunde. Da muss an erster Stelle die Reboundstärke der Hannoveranerinnen genannt werden, die völlig humorlos ihre Größenvorteile nutzten, was sich im Reboundverhältnis von 51 zu 36 zugunsten der Gäste niederschlug. Da fielen die übermäßig vielen Ballverlusten von 24 des TK gegenüber lediglich neun der Gastgeberinnen für Hannover nicht so sehr negativ ins Gewicht. Zudem hatte das Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt eine wenn auch nur durchschnittliche Wurfquote, die aber gegenüber der Wurfquote von nur 32 Prozent reichte, um den Gegner in die Schranken zu weisen. „Wir haben uns eigentlich gute Wurfpositionen verschafft, diese aber nicht genutzt. Es gingen zu viele Würfe daneben“, sah Sykora auch darin einen entscheidenden Punkt für diese zweifellos vermeidbare Niederlage.

Allerdings sahen die 450 Zuschauer, die für diese Saison Rekordkulisse bedeuteten, das bisher stärkste Team in dieser Hinserie. „Wir hatten die ganze Woche über trainiert, uns gegen die Größenvorteile zu wehren. Es ist uns leider nicht ganz gelungen, so dass ich mit der Defensive meines Teams nicht ganz zufrieden sein konnte“, meinte Sykora.

Erstmals ging die BG 74 nach neun Minuten mit 14:13 in Führung und baute diese bis zur 17. Minute auf 33:24 aus. Hannover nahm eine Auszeit, die den gewünschten Erfolg brachte. Nach dem Wechsel agierte der TK in der Defensive sehr aggressiv, setzte vor allem die ballführende Spielerin massiv unter Druck und in der 23. Minute schien sich beim 40:39 das Blatt zugunsten der Gäste zu wenden. Doch die Veilchen ließen nicht locker, kamen mit dem nötigen Schwung ins letzte Viertel und schafften ein zwischenzeitliches 63:59. Mit einem Dreier durch Monique Smalls 19 Sekunden vor Schluss auf 70:71 wurde es noch einmal ganz eng, doch letztlich entschieden Rayvan Johnson und die Ex-Göttingerin Anja Grigoleit das Spiel für den TK in der „Crunchtime“.

BG 74: Jones 20, Thüring 2, Pilz 1, Hirmke 8/2 Dreier, Polonyiova, Dobroniak, Bencker, Wenke, Smalls 25/2, Lücken 3/1, Zimmermann 5/1.

Beste Hannover: Johnson 27/1, Grigoleit 19/1, Baranowski 14.

Viertel-Ergebnisse: 15:15, 20:17 - 15:24, 20:18. (gsd)

Von Walter Gleitze

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.