Veilchen Ladies vorm Playoff-Finale: „Wir sind weiter hungrig“

Gleich geht sie los, die Sieges-Humba der Veilchen Ladies! „Coco“ Dobroniak (M.) hat sie angestimmt, ihre Mitspielerinnen springen gleich auf und hüpfen wie wild umher. Gute Laune und Riesen-Stimmung am Samstagabend um 20.53 Uhr in der FKG-Halle. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Hinterher schnappte sich Corinna „Coco“ Dobroniak das Mikro von Hallensprecher Klaus Plaisir und stimmte die von den BG-Männern bekannte Sieges-Humba an.

„Gib mir ein H, gib mir ein U“ und so weiter. Beim „Humba, Humba, täterä“ hüpften die Veilchen Ladies dann voller Freude im Kreis. Hatten sie sich vollauf verdient! Nach dem klaren 68:51-Sieg gegen Wolfenbüttel im dritten Playoff-Halbfinale greifen die BG 74-Frauen jetzt tatsächlich nach der Basketball-Bundesliga. Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht!

„Wir wollten doch nur den Klassenerhalt“, war Richard Crowder, der Geschäftsführer der Veilchen Ladies UG (Unternehmer-Gesellschaft) überglücklich und stieß mit einem Glas Sekt in der Hand an, während die Ehrenrunde von Niki Jones, Mo Smalls & Co. so lange wie noch nie in dieser fantastischen Saison dauert. Crowder: „Ich bin begeistert. Ich hatte mir ein drittes Spiel gewünscht, aber irgendwie auch Angst davor. Jetzt freuen wir uns auf Osnabrück. Wir haben schon bewiesen, dass wir auch in Osnabrück gewinnen können.“

Noch hungrig auf mehr

„Wir sind noch hungrig auf mehr!“, strahlt Johanna Hirmke, die neue Vertriebsmitarbeiterin der BG-Männer, nach diesem „absoluten Kampfspiel“ gegen die heftigen Widerstand leistenden Wolfenbüttelerinnen. „Jeder Millimeter auf dem Feld war umkämpft.“

„Vor so vielen Leuten hab’ ich noch nie gespielt“, stand Birte Bencker noch ganz unter dem Eindruck der spannenden 40 Minuten. „Wir haben ein richtig gutes Teamspiel gezeigt.“ Das die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hinriss! 850 Zuschauer sorgten für eine prickelnde Atmosphäre in der FKG-Halle, wozu auch die 100 Wolfpack-Anhänger beitrugen, die ihr Team mit sieben Trommeln nach vorn peitschen – das Trommel-Duell entschied indes Wolfenbüttel klar für sich. „Fürs Finale sollten es dann mindestens 1000 Fans sein“, meinte Veilchen-Coach Ondrej Sykora, der glaubt, dass in den Endspielen gegen Osnabrück „die Tagesform entscheidet“.

„So viel Spannung – nicht zu fassen“, musste Lucy Thüring erstmal Luft schnappen und dachte über die verschiedenen Feier-Locations nach.

„Der Wahnsinn!“, war der neue BG 74-Vorsitzende Michael Arciuch ergriffen. „Das freut mich für die Mädels ungemein. Ich bin einfach glücklich. Unglaublich, was Niki Jones für Rebounds geholt hat! Alles, was jetzt noch kommt, ist eine tolle Zugabe“, meinte der Architekt aus Dransfeld.

„Das war sehr aufregend“, stammelte Göttingens Super-Amerikanerin Monique Smalls nach dem Final-Einzug. „Die Energie unserer Mannschaft war unglaublich, wir haben nie aufgegeben“, war „Mo“ happy. Und sie verriet: „Das ist das erste Finale, in dem ich dabei bin.“ Übrigens: Ihre Landsfrau Niki Jones und Mayka Pilz mussten wie Wolfenbüttels Simon und Grudzien noch überraschend zur Dopingprobe.

Das erste Spiel in Osnabrück steigt am Sonntag, 19. April, das Heimspiel in der FKG-Halle am 25. April (Samstag) um 19 Uhr.

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