2. Basketball-Bundesliga: 69:76-Niederlage der Göttingerinnen gegen TuS Lichterfelde

Veilchen Ladies wieder geerdet

Erfolgreich: Göttingens Vera König (rechts), hier gegen TuS-Spielerin Patricia Broßmann, erzielt hier zwei ihrer 18 Punkte. Foto: gsd

Göttingen. „Wunder gibt es immer wieder“ sang Katja Ebstein Anfang der 70er Jahre. Das hofften die Zuschauer auch im Spiel der zweiten Basketball-Bundesliga gegen TuS Lichterfelde, nachdem die Veilchen Ladies mit ihren drei Neuverpflichtungen am vergangenen Donnerstag im DBBL-Pokal noch Ligakonkurrent TG Neuss mit 79:39 aus der FKG-Halle fegten. Doch nach der 69:76 (40:40)-Niederlage gegen die Berlinerinnen ist sehr schnell wieder Ernüchterung bei den Göttingerinnen eingekehrt.

Eine plausible Erklärung für dieses Missgeschick fand denn auch BG 74-Trainer Hermann Par und lag damit wohl völlig richtig: „Wir konnten die Leistung gegen Neuss nicht bestätigen. Die Rollenverteilung innerhalb des Teams kann bei drei Neuzugängen auch nicht sofort funktionieren.“

„Mo“ Smalls noch müde

Zudem war deutlich zu sehen, dass Monique Smalls, die gegen Wuppertal noch euphorisiert ob ihrer Rückkehr schien und dadurch den Jetlag wohl locker wegzustecken schien, gegen Lichterfelde die Nachwirkungen ihrer Müdigkeit aufgrund des Fluges und die damit in den folgenden Tagen normale Hektik drei Tage später zu spüren bekam. „Ich bin sehr müde“, meinte denn auch der Uamerikanische Wirbelwind nach dieser Niederlage gegen TuSLi. So wunderte es auch nicht, dass Smalls erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit ihren ersten Korb erzielte.

Auch die beiden anderen Neuverpflichtungen Katarina Flasarova und Katharina Müller konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Gleichwohl gab es einen Lichtblick in der Göttinger Offensive. Dort punktete die in dieser Saison bisher noch eher unauffällige Vera König erfreulich erfolgreich, setzte sich immer wieder energisch unter dem Berliner Korb durch und war so mit 18 Punkten erfolgreichste Punktesammlerin bei den Veilchen Ladies. Allerdings ließ sie in der Defensive ihrer Gegenspielerin Julia Sandow zu viel Spielraum, den diese zu 17 Punkten nutzte.

Die ersten drei Viertel endeten jeweils Unentschieden: 20:20, 20:20 und 14:14. „Wir haben leider nur Anfang der zweiten Halbzeit konsequent verteidigt“, bemängelte Paar die über weite Strecken fahrlässige Abwehrarbeit, die die guten Phasen der BG 74 – so von 20:20 auf 29:20 und 40:40 auf 46:40 – immer wieder konterkarierten. „Berlin hat hingegen gut verteidigt“, so Paar nüchtern.

BG 74: Crowder, Müller 6, Pilz, 4, Hirmke 1, Dobroniak, König 18, Flasarova 12/2 Dreier, Smalls 17, Lücken 2, Anderson 9, Zimmermann.

Beste TuS: Broßmann 18//2, Sandow 17, Gohlisch 16, Sabally 11. (gsd)

Von Walter Gleitze

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