Basketball-Bundesliga: Siebter Erfolg im siebten Heimspiel beim 79:78 gegen Dragons

Veilchen siegen auch ,eng‘

Fast ein Spagat unterm Korb: Chester Frazier versucht sich mit einem Korbleger. Chris McNaughton und die Drachen Fenn (r.) und Bailey (l.) sehen zu. 2 Fotos: Jelinek

göttingen. Sieben Heimspiele - sieben Siege! In der Basketball-Bundesliga bleibt die MEG Göttingen in der Lokhalle eine Macht. Diese bekamen auch die Artland Dragons aus Quakenbrück zu spüren, auch wenn die Veilchen nur denkbar knapp mit 79:78 (37:41) die Oberhand behielten.

Welches Pech die Göttinger noch zum Saisondebüt in Quakenbrück im Oktober vergangenen Jahres bei ihrer ebenfalls überaus knappen 73:75-Niederlage hatten – dieses Glück hatten sie nun bei ihrem Erfolg im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die Drachen. Ungemein wichtig war gleichwohl, dass nach dem grandiosen Sieg am zweiten Weihnachtstag in Berlin die Göttinger ein solch knappes und sehr enges Spiel letztlich gewinnen konnten. Und mit dieser positiven Erkenntnis machen sich die Südniedersachsen heute auf den Weg zum vorletzten Spiel in der Gruppe A der EuroChallenge bei BCM Gravelines Dünkirchen, das morgen Abend um 20.30 Uhr beginnt.

Lokhalle erstmals ausverkauft

Wie schwer es werden würde, auch im siebten Heimspiel erfolgreich zu sein, zeigten die Dragons, die gar nicht daran dachten, sich in das Schicksal ihrer sechs Vorgänger zu begeben, den Gastgebern von Beginn an. Die aggressive Defensive, die die knapp 3500 Zuschauer in der erstmals ausverkauften Lokhalle von den Göttingern erwartet hatten, zeigten von Beginn an die Gäste, die damit erfolgreich verhinderten, dass die Veilchen überhaupt ins Spiel fanden. Entscheidend auch, dass es Artland gelang, Göttingens Spielmacher Taylor Rochestie, in Berlin noch der gefeierte Held, weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. So erzielte Rochestie nicht einen erfolgreichen Dreier, eher ungewöhnlich für ihn, doch erlaubten ihm die Quakenbrücker lediglich einen Versuch, der auch noch danebenging.

Andere sprangen für Rochestie, der in der Tat nicht seinen besten Tag erwischt hatte, als ihm auch noch zwei Korbleger misslangen, in die Bresche. Von „Teamplay“, das Göttingens Trainer John Patrick bei den Quakenbrückern besonders lobte, konnte indes bei den Göttingern nicht die Rede sein. Während sich die Punkte bei Artland gleichmäßig verteilten, so ragten bei den Gastgebern die je 21 Punkte von Chris Oliver und Dwayne Anderson heraus. Zweistellig punktete lediglich noch Center Chris McNaughton.

Die letzten zwei Minuten waren indes an Spannung nicht zu überbieten. 74:70 führten die Veilchen, als Toby Bailey mit einem Dreier auf 73:74 verkürzte. Rochestie behielt kurz darauf die Nerven und verwandelte zwei Freiwürfe sicher. Artland ließ nicht locker - 75:76. Entscheidend dann der unnötige Ballverlust von Bailey, der sich das Leder von Ben Jacobson abluchsen ließ. Der hatte zuvor einen Freiwurf schon verwandelt und traf nun 1,9 Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe ganz sicher. Ärgerlich nur, dass Bailey noch ein Dreier mit der Schlusssirene gelang und Artland damit den direkten Vergleich gewonnen hatte. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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