Basketball-Bundesliga: Nach 68:52-Sieg in Düsseldorf hat die BG Play-offs in Sichtweite

Veilchen stutzen die Riesen

Den Korb im Visier: Göttingens Dwayne Anderson fixiert den gegnerischen Korb genau, um im nächsten Augenblick das Leder in der Reuse zu versenken. Foto: Jelinek

Düsseldorf. Es war zwar nur ein absoluter Pflichtsieg, aber er war soooo wichtig! Mit einem 68:52 (28:29)-Erfolg bei den Giants Düsseldorf wahrte Basketball-Bundesligist BG Göttingen seine Chancen auf den Einzug in die Play-offs. Nach einem Pausen-Rückstand schalteten die Gäste danach einen Gang hoch und glichen ihr Punktekonto in der Tabelle zum 24:24 aus.

Ein Dreier von Robert Kulawick und zwei Zähler von Jason Boone – so starteten die Göttinger in die Partie. Düsseldorfs Coach Murat Didin nahm das zum Anlass, die wohl schnellste Auszeit der Bundesliga-Saison zu nehmen. Gebracht hat"s zunächst nichts. Trent Meacham legte noch einen Zweier nach zum 0:7. Erst Laimonas Kisielius markierte dann für die Giants die ersten Punkte per Dreier. Göttingen kontrollierte das Match in der Anfangsphase, doch alsbald schien die Konzentration schon wieder verschwunden. Die Veilchen bauten den Gegner auf, auch weil einmal von der Freiwurflinie nichts ging. Mitte des zweiten Viertels hatte auch Mike Scott zwei weitere Freiwürfe vergeben, so dass zur Pause null Prozent in der Statistik standen.

Viele Ballverluste

Geprägt war das Spiel zudem von – so schien"s – unendlich vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Wobei die BGer nach 20 Minuten sogar mehr verzeichneten als die Giants (11:9). Dennoch behielten die Südniedersachsen noch die Nase vorn. Antoine Jordan war dabei zum 19:16 per spektakulärem Alley-oop erfolgreich. Doch was nutzt das Außergewöhnliche, wenn die fundamentalen Dinge nicht klappen und fast fünf Minuten lang kein Korb fällt? So konnten die Düsseldorfer nach 17 Minuten erstmals ausgleichen. Dwayne Anderson sorgte zwar für den 28:24-Vorsprung, doch nach Brempongs Anschluss fiel mit den Schlusssirene sogar noch ein Dreier von Kisielius in den BG-Korb – so lagen die Gastgeber zur Halbzeit mit einem Punkt vorne. Nach zwei schnellen Körben zu Beginn der zweiten Halbzeit toppte Didin sogar noch sein Auszeit-Nehmen: Nur 34 Sekunden waren diesmal vergangen. Jetzt legte die BG einen Zahn zu, netzte ein ums andere Mal ein. Dreier von Kulawick und Little sorgten dafür, dass sich die Gäste auf zehn Punkte (39:49, 26. Minute) absetzen konnten. Zwischen der 25. und 30. Minute kamen die Düsseldorfer aber erneut zurück.

Mit einem „Buzzer Beater“ (Wurf mit Ablauf der Schussuhr) eröffnete Kulawick den Schlussabschnitt. Konnten die BGer jetzt die Konzentration hoch halten? Ja! Mit einem 14:2-Lauf übernahmen die Veilchen wieder das Kommando. Nur noch einen weiteren Korb gestatteten die BG ihrem Gastgeber im letzten Viertel. BG-Trainer John Patrick war nur mit der zwewiten Halbzeit zufrieden: „Da haben wir Kampfgeist gezeigt.“

Von Helmut Anschütz

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