Veilchen verlieren Kellerduell

77:99 gegen Bremerhaven: Göttinger werden Beute der Eisbären

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Einer gegen drei: Kein Durchkommen für BG-Akteur Matthis Mönninghoff, er versucht hier einen Wurf gegen eine Drei-Mann-Abwehrmauer der Eisbären Bremerhaven. Das Spiel am Mittwochabend fand in der ausverkauften Lokhalle statt.

Göttingen. Böse Bescherung für die BG Göttingen! Trotz toller Unterstützung von 3700 Fans in der wieder ausverkauften Lokhalle verloren die Veilchen das wichtige Abstiegsduell gegen die Eisbären Bremerhaven überarschend klar mit 77:99 (47:50) und vergab damit eine große Chance, sich etwas Luft nach unten verschaffen.

Eine schlechte Defensiv-Leistung war dafür verantwortlich – und auch Schiedsrichter, die 14:25-Fouls gegen die Mannschaft von Coach Johan Roijakkers pfiffen.

Stimmungsvoller Beginn in der „Lokhölle“: die Fans sangen sich schon 45 Minuten vor Spielbeginn ein, packten dann ihre neuen Doppel-Halter mit den Konterfeis ihrer Lieblinge aus, ehe dann das Licht in der Halle abgedunkelt wurde: Hunderte von Handy-Lampen gingen auf den vier Tribünen an und tauchten das BG-Domizil in eine einzigartige Atmosphäre. Mit Verspätung ging’s los, weil bei einem der beiden Körbe eine Befestigungsschraube gebrochen war.

Aktualisiert um 21.14 Uhr.

Verspätet schien auch die BG ins Spiel zu kommen. Die Eisbären waren gleich wacher und auf Beute aus. Kyle Foog, ihr Topscorer, legte los wie die Feuerwehr, hatte nach 3:30 Minuten schon 10 Punkte auf seinem Konto – von den 13 für die Gäste. Ihn vermochten die Veilchen nicht zu stoppen. Wie überhaupt die Defensive der Göttinger löchrig war und viel zu wenige Stopps und Ballgewinne bekam. Der 13:16-Rückstand der BG vergrößerte sich in den folgenden Minuten 15:24, auch weil die Gastgeber vier Freiwürfe versemmelten. Und auch die Schiedsrichter, die 4:8 Fouls gegen die BG pfiffen, waren alles andere als Veilchen-freundlich: Einen Buzzer-Beater von Khalid El-Amin mit der Schlusssirene erkannten sie nicht an. „Schieber, Schieber“, brüllten die Fans.

Malte Schwarz eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem Dreier für die BG, die sich über den nächsten von Dominik Spohr heran kämpfte. El-Amin sorgte für den 33:35-Anschluss, doch die Veilchen fanden weiterhin fast kein Mittel gegen Bremerhavens Fogg, der bis zur Pause mit 25 Zählern die Hälfte aller Eisbären-Punkte markiert hatte. Spektakulär war im zweiten Abschnitt vor allem der waghalsige „Alley-Oop“ von Shane Edwards zum 41:42-Anschluss der Göttinger. Die Folge: zwei Dreier von Fogg in Folge – dieser Mann war zum Verzweifeln für die BGer. Ebenso das Foul-Verhältnis: 13 gegen Göttingen, nur fünf gegen Bremerhaven. Ausgewogenheit sieht sicher anders aus. Edwards hielt die BG mit vier Punkte zum 47:50-Pausenstand im Spiel.

BG verliert im Abstiegskampf gegen Eisbären

Mit sechs Punkten in Folge führte Edwards die BGer zum erstmaligen Ausgleich (53:53). Kamp und El-Amin sorgten für das 58:53, doch dumme Ballverluste ließen die Partie erneut kippen – ehe sich Schiri Neubecker bei einem Zusammenprall mit Spohr verletzte.

Auch im Schlussabschnitt kämpfte sich die BG erneut heran, verkürzte auf 68:71. Doch nun nahm Bremerhavens Philipp Zwiener die Dreier und traf auch zweimal in Serie. So sehr sich die Göttinger auch bemühten – in den letzten Minuten lief dann fast gar nichts mehr zusammen. Am zweiten Weihnachtstag (17 Uhr) kommt Braunschweig in die Lokhalle.

BG: Kulawick, Everett 6, Spohr 6/2 Dreier, Onwuegbuzie, Schwarz 3/1, Godbold 2, Mönninghoff 4, Kamp 16, Edwards 20, Boykin 2, El-Amin 18. 

Beste Bremerhaven: Fogg 32/4, Smith 16/2, Zwiener 13/1. (gsd)

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