Basketball-Bundesliga Männer

Veilchen wollen die Derby-Revanche in Braunschweig

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Vom Nationalmannschafts-Modus zurück in den Liga-Alltag: Göttingens Spielmacher Bennet Hundt (rechts) beim Hinspiel im Duell mit Braunschweigs Lukas Wank. 

Coole Korbleger, krachende Dunks und gefühlvolle Dreier – es geht wieder weiter in der Basketball-Bundesliga der Männer.

Nach der ungewöhnlich langen, dreiwöchigen Unterbrechung inmitten der Saison wegen des Pokal-Finales und des „Länderspiel-Fensters“ mit den Spielen gegen Frankreich und in Großbritannien startet die BG Göttingen mit einem besonderen Match in den heißen Saison-Endspurt: Mit dem Prestige-trächtigen Derby-Evergreen (22. Auflage) bei den Löwen Braunschweig. Die Veilchen eröffnen den 21. Spieltag am Freitag um 20.30 Uhr in der Volkswagenhalle.

In der zweiten Halbzeit haben sie uns zerstört

BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep über Braunschweigs Derby-Sieg im Hinspiel

13 Spiele stehen für das Team von Trainer Johan Roijakkers noch an – zuhause allerdings nur noch fünf gegen Hamburg, Bayreuth, Crailsheim, Würzburg und Bamberg. Acht Mal müssen die BGer dagegen noch reisen, doch in Braunschweig (die kürzeste Auswärtstour) haben Spielmacher-Ass Kyan Anderson & Co. die größte Fan-Unterstützung. „Das ist für uns fast wie ein Heimspiel“, weiß auch Roijakkers.

Seit dem vorletzten Dienstag ist er mit den BG-Spielern wieder im Training, versucht jetzt auf dem Parkett, an die erfolgreichen Vorwochen anzuknüpfen – da gab es sieben Siege in neun Spielen, die mit Platz elf belohnt wurden. Dabei hatten die Veilchen eine fast gegenläufige Entwicklung gegenüber den Braunschweigern, die stark anfingen und dann in eine (Ergebnis-)Krise rutschten.

Genau wie die Göttinger haben sich auch die Braunschweiger personell gegenüber dem ersten Spiel dieser Saison verändert. Von Kostja Mushidi haben sich die Löwen aus disziplinarischen Gründen getrennt, dafür sind Dreier-Spezialist Lucca Staiger (früher Bayern, Bamberg) und Jairus Lyles neu im Team von Coach Pete Strobl.

Bei der BG waren beim Saisonstart Dylan Osetkowski und Alex Ruoff noch nicht dabei. Dass der Auftakt am 25. September 2019 mit 77:96 daneben ging, wurmt die BG nach wie vor. Im dritten Viertel knickten die Veilchen mit 10:27 ein. „In der zweiten Halbzeit haben sie uns zerstört“, erinnert sich BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep. Jetzt soll die Revanche her! Gleich sechs Löwen, die zuletzt ohne Staiger und Marelja in Ulm siegten, scorten damals zweistellig, einmal mehr davon Ex-Veilchen Scott Eatherton (18) am besten. Karim Jallow kam auf 17 Zähler, mit ihm spielte BG-Spielmacher Bennet Hundt gerade in den beiden Länderspielen zusammen.

Was zeichnet die Löwen sonst noch aus?

. Stärken:Sie sind stark bei den Zweiern (60 Prozent, BBL-Platz zwei zusammen mit Oldenburg). Sie angeln die zweitmeisten Rebounds (über 32 Prozent). Sie gehen 25 Mal pro Partie an die Freiwurflinie (Liga-Platz zwei). Sie sind die besten BBL-Ballklauer (8,8 Mal).

.  Schwächen: Sie sind schwach bei den Dreiern (nur 32 Prozent). Sie haben die zweitmeisten Ballverluste (16) der Liga.

Dennoch gehen die Veilchen mit viel Respekt ins Derby. Co-Trainer van der Zweep: „Wir müssen gut auf den Ball aufpassen und dürfen nicht allzu viele Ballverluste provozieren.“  haz/gsd-nh

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