BG verdirbt Rasta Abschied, letztes Spiel am 1. Mai gegen Braunschweig

So jubelten die Veilchen nach dem knappen 77:75 Auswärtssieg am 5. November 2016 in Braunschweig: Ganz rechts Kapitän Dominik Spohr. Versüßen ihm seine Mitspieler nun auch den Abschied aus Göttingen mit dem möglichen 14. Saisonsieg? Foto: zje/gsd

Vechta. Zum Ende der Basketball-Saison 2016/17 trumpft die BG Göttingen weiter auf. Das 78:77 (36:43) bei Absteiger Rasta Vechta war der dritte Sieg in Folge und der sechste Auswärtserfolg.

So verdarben die Veilchen den Rastamännern auch noch das letzte Heimspiel – die Abschlusspartykiller. Mathis Mönninghoff sicherte dem Team von Trainer Roijakkers den Sieg mit einem Dreier 14,4 Sekunden vor Schluss.

Wie verlief das letzte Auswärtsspiel der BG? 

Die Göttinger erwischten einen schlechten Start, lagen 0:10 hinten, ehe Jesse Sanders erst nach 3:20 Minuten der erste Korb gelang. 23:15 für Vechta nach zehn Minuten, und auch im zweiten Abschnitt mit Joanic Grüttners erstem Bundesliga-Dreier zum 23:35 wurde es zunächst noch nicht besser. Erst gegen Ende verteidigte die BG härter, verkürzte und gewann das Viertel sogar 21:20. Trainer Johan Roijakkers: „Wir waren oft zu spät in der Abwehr und nicht so gut wie in Bonn.“ Die erste Führung überhaupt gelang Jesse Sanders 40 Sekunden vor Schluss des dritten Durchgangs zum 58:57. Wechselnde Führungen im Schlussviertel. Sanders riss die Partie an sich, scorte sieben Punkte und passte auf Mönninghoff, der den Sieg klar machte.

Wer war der „Man of the Match“? 

Eigentlich gab’s zwei. Mönninghoff natürlich mit seinem „game-winner“! „Wir haben nicht gut begonnen, sind aber gut zurückgekommen und haben Kampfgeist und Willen gezeigt“, kommentierte der blonde Schlaks. Der zweite Top-Mann war wieder Darius Carter. Der Big Man war mit 17 Punkten und neun Rebounds (knapp am Double-Double vorbei) wieder der herausragende Spieler. Zuletzt ist er immer besser geworden. Kann die BG ihn halten? Carter: „Ich liebe dieses Team.“

Was war mit BG-Anführer Alex Ruoff?

Der Vordenker hatte Anlaufprobleme, traf per Dreier aber zum ersten Ausgleich (47:47). Glich zum 73:73 aus, legte die 75:73-Führung nach. Da war er wieder: Der Mann, der voran geht. Sein 5. Foul gegen Gaines nutzte der Vechtaer dann aber zum 77:75 für Rasta. Ruoff: „Wir haben nie aufgegeben, standen zusammen. Unsere Erfahrung war wichtig.“ Auch Adam Waleskowski sei diesmal ein guter Anführer gewesen – da hatte Ruoff recht!

Gab es Aufreger in der Partie? 

Im letzten Viertel pfiffen die Schiedsrichter vier Offensiv-Fouls gegen die Göttinger, wovon mindestens zwei sehr umstritten waren. „Wir hatten ein bisschen Pech mit den Pfiffen, das war bitter“, umschrieb es Mathis Mönninghoff. Auch das 5. Foul gegen Adam Waleskowski war hanebüchen, ebenso das vierte gegen Alex Ruoff. Coach Roijakkers quittierte es mit Kopfschütteln und nach dem Spiel mit Schweigen und zusammengekniffenen Lippen auf die Frage zu den Referees. Das liegt daran, dass Offizielle bestraft werden, wenn sie sich negativ gegenüber den Unparteiischen äußern. Sind sie die „heiligen Kühe“ für die Liga, die außerhalb jeder (berechtigten) Kritik stehen?

Welche Auswirkungen hatte der vorletzte Spieltag?

Durch Frankfurts Sieg gegen Berlin steht fest, dass die BG die Saison selbst bei einem Sieg gegen Braunschweig als Elfter beendet, weil sie den direkten Vergleich gegen die Hessen (82:78, 67:81) verloren hat. Klasse, Veilchen! (gsd)

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