BG Göttingen verliert 67:95 in Ulm

Der Verzweiflung nahe: Göttingens Trainer Johan Roijakkers kassierte mit seinem Team bereits die insgesamt neunte Niederlage in den bisherigen zehn Saisonspielen. Foto: Jelinek/gsd

Ulm. Die Misserfolgsserie der BG Göttingen hält weiter an. Bei ratiopharm Ulm verlor der südniedersächsische Basketball-Bundesligist vor 6000 Zuschauern mit 67:95 (39:50).

Die Veilchen erwiesen sich damit als idealer Aufbaugegner für die in der 1. Liga schwächelnden Süddeutschen, die zuvor erst einen Heimsieg verzeichneten. Für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers war es die sechste Niederlage in Folge seit dem 10. Oktober. Und erneut eine richtige Klatsche dazu!

Beim Wiedersehen mit Raymar Morgan schenkte Mathis Mönninghoff den Ulmern zunächst den ersten Dreier ein. Shane Edwards sorgte für die zweite Führung der Veilchen, doch dann begann die Show von Taylor Braun und vor allem von Ulms Ex-Tübinger Augustine Rubit. Während die Göttinger ihren früheren Teamgefährten Morgan halbwegs gut kontrollierten, fanden sie schon im ersten Viertel wenig Mittel gegen Braun und Rubit, der in den ersten zehn Minuten auf zwölf Zähler kam und im zweiten acht Punkte zulegte.

Bei den BGern traute sich besonders Mönninghoff viel mehr zu als zuletzt. Bis zum Wechsel versenkte der Ex-Trierer drei Dreier. Harper Kamp konnte sich dagegen kaum entfalten – die Schiedsrichter hängten ihm bis zur Halbzeit schon drei Fouls, wobei er beim zweiten seinen Ulmer Gegenspieler überhaupt nicht berührt hatte. Drei weitere Entscheidungen der Referees waren ebenso mehr als fragwürdig.

Das war jedoch nicht für den hohen Rückstand verantwortlich. Im ersten Viertel hielt die BG gut fünf Minuten mit, kassierte dann jedoch einen 2:14-Lauf der Ulmer, die dadurch 29:13 führten. Besser lief danach der zweite Abschnitt, als die Göttinger auf 24:31 herankamen und etwas Morgenluft witterten. Doch Ulm verwandelte mehr als die Hälfte seiner Würfe, weil nun auch Spielmacher Per Günther und weiterhin Rubit erfolgreich waren. Ein Schmankerl hatte BG-Kapitän Godbold parat: Er wurde bei einem Dreier im Straucheln gefoult, versenkte auch den Zugabe-Freiwurf – ein Vier-Punkt-Spiel. Edwards netzte noch zum 39:50-Pausenstand ein, bei dem Ulm ein Reboundverhältnis von 22:15 (am Ende 44:31) und sechs geblockte BG-Würfe verzeichnete.

Zwei Dreier gleich nach Wiederbeginn durch Braun und Günther brachten die Ulmer endgültig auf die Siegerstraße. In gut sieben Minuten brachten die BGer nur sechs Punkte zustande. Ulm hingegen verwaltete nun seinen hohen Vorsprung, während die Göttinger verzweifelt hinterherliefen. Apropos hinterher laufen: An Neuzugang Terrell Everett lief die Partie weitestgehend vorbei – dabei war er doch als Leistungsträger eingeplant.

Als Center Harper Kamp bereits nach 31 Minuten sein fünftes und letztes Foul kassiert hatte, war das Match längst entschieden. Wieder einmal mussten sich die Veilchen der größeren Physis und Athletik des Gegners beugen. Die BG bleibt somit einer der Abstiegskandidaten in dieser Saison.

BG: Perry 4, Kulawick 2, Everett 9/1 Dreier, Spohr 8/2, Schwarz, Godbold 6/1, Mönninghoff 11/3, Kamp 4, Edwards 16, Boykin 10/2, Onwuegbuzie .

Ulms beste Werfer: Rubit 23, T. Braun 24/4, Neumann 11.

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